Veröffentlicht in Bildung, Politik

Hilft Impfen?

Impfprobleme

Wir stellen Impfprobleme fest: verschiedene! Mehrere Hersteller von Inpfstoffen können nicht so schnell liefern wie ursprünglich angekündigt: Impfpläne sind nicht einzuhalten. Man kommt drauf, dass man aus einer Ampulle nicht nur 5 Dosen gewinnen kann, sondern 6. Und wenn man extrem sparsam und genau arbeitet, sogar 7. (In einer Ampulle sind 2,25 ml Impfstoff und für eine Dosis braucht man 0,3 ml.) Gesundheitspersonal lässt sich nicht unbedingt gern impfen. Dafür drängen sich Lokalpolitiker vor. Aus Norwegen hört man, dass man bereits manche alte Menschen mit schweren Vorerkrankungen nicht mehr impft – weil ihnen unter Umständen die Impfung den Rest gibt.

Das alles mindert das Vertrauen in Impfungen. Es entsteht der Eindruck, dass Vieles beliebig ist und dass Menschen, die sich auskennen, zögern. Vielleicht zögern sie, weil die Corona-Impfstoffe extrem schnell entwickelt worden sind – haben sie wirklich alle Prüfstufen zur Gänze durchlaufen? Mindestens beim Impfstoff-Hersteller AstraZeneca scheint es Testlücken bei älteren Erkrankten zu geben. Sind momentane Lieferprobleme vielleicht versteckte Entwicklungsprobleme? Muss man noch an den Impfstoffen arbeiten?

Impfen ist nicht die Lösung

Ich bin der Überzeugung, dass Impfen richtig ist und gegen die Pandemie hilft. Ich bin allerdings auch der Überzeugung, dass Impfen die Pandemie nicht beseitigt – so wie die Grippeimpfung die Grippe nicht beseitigt hat. Das Virus ist mutiert und wird das weiterhin tun – das tun Viren, das ist ihre Bestimmung. Es wird eine Art Rüstungswettlauf entstehen zwischen „verbesserten“ Viren und verbesserten Impfstoffen. An das Coronavirus werden wir uns gewöhnen müssen; wir werden mit der Zeit auch Medikamente dagegen haben.

Aber das Problem bleibt bestehen. Es gibt eine neue Krankheit, die relativ viele Todesfälle produzieren kann.

Und es wird nicht beim Coronavirus bleiben. Wir hatten in den letzten Jahren immer wieder Pandemien: Sars-CoV-2 / Covid-19 ist nur die markanteste. Und wir werden immer wieder auf neue, „verbesserte“, „aufgerüstete“ Keime treffen.

Impfen ist nicht die Lösung. Impfung ist Behübschung der Verhältnisse.

Was ist die Lösung?

Es gibt klare Zusammenhänge zwischen der Klimakrise und der Corona-Pandemie. Beide haben eine gemeinsame Ursache: die globalisierte Umweltzerstörung, den globalisierten Raubtier-Kapitalismus. Der ist das Problem. Das muss man lösen.

Unser globalisierter Kapitalismus erzeugt ein Zurückdrängen von Lebensräumen für Tiere. Da ist es gar kein Wunder, wenn es Viren öfter und leichter gelingt, vom Tierreich auf den Menschen überzuspringen. Sars-CoV-2 scheint das 2019 in China gelungen zu sein: und was früher vielleicht ein chinesisches Problem geblieben wäre, hat sich durch den globalisierten Reiseverkehr sehr schnell weltweit ausgebreitet. Wen wundert das?

Durch das Zurückdrängen von tierischem Lebensraum und den Ausbau der menschlich-industriellen Welt verlieren wir aber auch immer mehr Pflanzen, die mit der Photosynthese CO2 verarbeiten (nämlich zu O2); andrerseits erzeugen wir Menschen selbst noch viel mehr CO2 aus industrieller Verbrennung: Verbrennungsmotoren, Heizung usw. usf. (Außerdem erzeugen wir noch weit aggressivere Treibhausgase wie CH4 durch die industrielle Fleischproduktion.) Das führt zu einer enormen Klimaerwärmung und damit auch zur Ausbreitung von Insekten als Trägern von Viren und Bakterien. (Das führt außerdem ziemlich kurzfristig zum Tod des alpinen Wintertourismus … und auch Klettern im Sommer wird immer gefährlicher.)

Wir werden in Europa deshalb bald auch „traditionelle“ afrikanische Krankheiten haben: Malaria, Ebola usw. usf. Selbstverständlich; das ist abzusehen. Es bleibt nicht bei Corona.

Die Lösung

Die aktuelle Corona-Pandemie kann man mit Impfen einigermaßen kontrollieren: mehr ist nicht drin. Das Problem ist eigentlich die Klimakrise – bzw. das, was die Klimakrise ausgelöst hat: der globalisierte Raubtier-Kapitalismus.

Dabei haben wir – vermute ich – nicht zu viel Globalisierung. Sondern zu wenig. Wir müssten den global agierenden Konzernen endlich globale agierende Gewerkschaften, eine global agierende Gesundheits-, Bildungs- und Sozialpolitik entgegen stellen. Nur so ist dieser Planet als Lebensraum zu retten.

Die Europäische Union wäre an sich ein kleiner Schritt in die richtige Richtung: wenn sie auch noch Gesundheits-, Sozial- und Bildungsunion wäre, wäre das kein Fehler. Aber gerade in der Bekämpfung der Pandemie haben sich da schreckliche Reste nationalstaatlicher Eifersüchte aufgetan.

Dass der 45. Präsident der USA – wie hieß er gerade noch? – mittlerweile Geschichte ist, ist auch ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

Ein nächster Schritt könnte sein, den brasilianischen Regenwald zu retten, indem man die herrschende brasilianische Camarilla in die Wüste schickt. Aber das geht nicht ohne das brasilianische Volk. Wie kann man ihm helfen?

Aber das sind alles nur winzige Schritte. Und es geht sooo langsam. Es müsste viel viel schneller gehen.


Der Artikel ist noch unfertig. Ich will noch daran arbeiten. Ich habe auch schon Literatur und werde die noch einbauen. Ich bin interessiert an Ideen dazu.

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Whisker
Whisker
2 Monate alt

> Impfen ist nicht die Lösung. Impfung ist Behübschung der Verhältnisse. Das ist meiner Meinung nach nicht ganz falsch, aber ein klein wenig zu kurz gegriffen. Denn: die Natur ist uns Menschen gegenüber recht „feindselig“ eingestellt, d.h. die Anzahl der Bakterien, Viren, Pilze etc. die mit uns nicht friedlich koexistieren, sondern recht nachhaltig schaden können (und das auch tun), ist schier unübersehbar. Und ja, diese Sicht von „Feindseligkeit“ greift jetzt ebenfalls zu kurz, denn: für „die Natur“, d.h. der Gesamtheit aller Lebensformen ist es schlichtweg irrelevant, welche Lebensformen langfristig vielleicht das Rennen machen, weil: „die Natur“ ist keine denkende Entität,… Mehr »