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Michael Bürkle

3 Jahre Hamas-Überfall und Krieg

Das „größte Massaker und Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Juden seit dem Holocaust“

Der 7. Oktober 2023 veränderte mit einem Überfall zunächst den Nahen Osten, aber auch die gesamte Welt:

Der Überfall wurde am 7. Oktober 2023 unter Führung der palästi­nensischen, radikal-islamistischen Terror­organisation Hamas gemeinsam mit dem Palästinensischen Islamischen Jihad vom Gazastreifen aus begangen.

An die 1.200 vor allem jüdische Menschen wurden ermordet, ca. 250 in den Gazastreifen als Geiseln verschleppt.

Wie viel die israelische Führung von der Absicht der Hamas wusste, ist zur Zeit ungeklärt. Offenbar gab es konkrete Vorwarnungen aus Ägypten und aus den Vereinten Arabischen Emiraten.

Gaza-Krieg

Die rechtsextrem-ultraorthodoxe Regierung Israels unter Minister­präsident Netanyahu nahm den Überfall zum Anlass für den sog. Gaza-Krieg, der seither andauert und ebenfalls zu Tausenden Todesopfern und unglaublichen Zerstörungen geführt hat.

Bei den israelischen Militär­operationen im Gazas­treifen wurden laut Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheits­ministeriums in Gaza und der Vereinten Nationen über 71.000 Bewohner getötet und zehntausende weitere schwer verletzt; Experten sehen die offiziellen Opferzahlen als konservative Schätzungen an. Bis Mitte Dezember 2023 mussten rund 1,9 der etwa 2,2 Millionen Einwohner Gazas ihre Häuser und Wohnungen wegen der Kämpfe verlassen und in von der IDF ausgewiesene Evakuierungsgebiete fliehen. Dort war und ist nicht sichergestellt, dass die Evakuierungen unter zufriedenstellenden Bedingungen hinsichtlich Hygiene, Gesundheit, Sicherheit und Ernährung ablaufen.

Eine Katastrophe

Insgesamt eine ungeheure Kata­strophe für Israel, Palästina und den Friedens­prozess im Nahen Osten. Dabei war es seit Anfang 2023 bereits zu Waffen­stillstands- und Kooperations­verhandlungen („Hudna“) zwischen der Hamas und Israel gekommen. Diese waren für die Scharf­macher auf beiden Seiten offenbar ein unüberwindliches Ärgernis.

Die Bedingungen waren fertig ausgehandelt; allein die Umsetzung musste noch von Netanjahu eingeleitet werden.

Zur Katastrophe gehört auch eine globale Ausweitung des Antisemitismus, der nicht zwischen der Kritik an der Politik der israelischen Regierung und dem Recht jüdischer Menschen auf ein Leben in Sicherheit wo auch immer unterscheiden will.


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