Eine Hand wäscht die andere
(Das kennen wir schon von den Alten Römern: manus manam labat. Uralt!)
Der israelische Ministerpräsident Netanyahu hatte Trump 2.0 für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Leider vergeblich. So ein Pech aber auch!
Trump 2.0 revanchiert sich trotzdem. Er schlägt dem israelischen Staatspräsidenten Herzog vor, Netanyahu zu begnadigen – in Bezug auf die Korruptionsfälle, deren Verhandlungen anstehen. Was heißt „er schlägt vor“? Er „fordert“.
Gegen den israelischen Regierungschef läuft seit Jahren ein Korruptionsprozess. Unter anderem wird ihm vorgeworfen, von befreundeten Milliardären Luxusgeschenke im Wert von umgerechnet rund 174.000 Euro angenommen zu haben.
Trump 2.0 sieht bekanntlich bei Geschenkannahme keine Probleme. Er hat sich ja auch von Qatar eine Boeing schenken lassen. Warum soll man sich von netten Leuten nichts schenken lassen?
Der ach so humorlose Staatspräsident sieht das leider eng:
Herzog äußerte sich nicht eindeutig zu Trumps Aufruf. In einer Mitteilung seines Büros hieß es lediglich, jeder, der eine Begnadigung anstrebe, müsse einen formellen Antrag stellen.
Wie kleinlich!
Das ist alles ein durch und durch korrupter Sumpf!
(Ich habe die Korruptionsfälle Netanyahus und die aus ihnen erwachsenden Gerichtsverfahren schon lange für den persönlichen Antrieb Netanyahus für den Krieg gegen die Hamas gehalten. Solange Krieg ist, muss Netanyahu nicht vor Gericht. Diesbezüglich hat Netanyahu den Krieg gebraucht und dafür die Hamas. Die Hamas hat wiederum Netanyahu gebraucht, weil sie für ihre Existenzberechtigung einen vorzeigbaren Feind benötigt hat.
Jetzt ist der Krieg irgendwie „still“ und die Gerichtsverfahren stehen an. Und Trump 2.0 würde eine Begnadigung des Korruptionisten offenbar für einen Teil seines „Friedens“ halten.)

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