michael bürkle

texte … zu bildung, politik und ähnlichem und die einladung zur diskussion …

Michael Bürkle

Lernt man dazu?

Man sitzt in Genf

Die Verhandler für eine bessere Version eines Friedensvertrags für die Ukraine tagen in Genf. Ob bei „Mehr Sicherheits­garantien in neuem Entwurf“ ein besseres Ergebnis für die Ukraine drin ist, ist die Frage: „mehr Sicherheits­garantien“ heißt ja nicht „weniger Gebiets­verluste“. Ich bin gespannt.

Seitens der USA war die Rede von „enormen Fort­schritten“, auch die Ukraine zeigte sich zufrieden. Mit Informationen zum Inhalt hält man sich bisher bedeckt.

Offenbar lernen die Verhandler dazu und berichten die Zwischen­stadien des neuen Verhandlungs­papiers für Russland nicht brühwarm dem Kreml. Im Kreml sitzt Putin und ist sicher schon sehr interessiert, wie sehr das neue Verhandlungs­angebot der NATO (?) / der USA (?) / der EU (?) / der Ukraine (?) vom Trump-2.0-Vorschlag abweicht. Wenn es zu sehr abweicht, wird er sagen, dass er doch lieber auf der Basis des ersten, des Trump-2.0-Entwurfs verhandeln möchte. Oder er wird einfach lächelnd absagen und auf die Widersprüche der Papiere hinweisen.

Außerdem …

Außerdem fragt sich Putin sicher, wer jetzt hinter dem Friedens­plan nach Trump 2.0 steckt. Es bestehen „Wider­sprüche bei [der] Urheber­schaft“. Das sei schon „unser“ Plan, meint Außen­minister Rubio; „es handelt sich nicht um unsere Empfehlung, es ist nicht unser Friedensplan“, sagt der republikanische Senator Mike Rounds unter Berufung auf Rubio.

Wieder einmal ist auf Seiten Trumps 2.0 alles sonnenklar. Wer sich so gut auf Verhandlungen vor­bereitet, ist sicher ein hoch willkommener Verhandlungs­partner.


Beitrag veröffentlicht

in

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

0
Would love your thoughts, please comment.x