Im Westjordanland
Aus dem Westjordanland werden immer wieder Zusammenstöße zwischen palästinensischer Bevölkerung und jüdischen Siedler:innen berichtet. Es geht da einerseits um Interessen an Grund und Boden, andrerseits auch um das Völkerrecht. Das Westjordanland ist als palästinensisches Gebiet ausgewiesen; die Besiedlung durch einen Fleckerlteppich jüdischer Siedlungen wird von der derzeitigen israelischen Regierung nicht nur toleriert, sondern sogar völkerrechtswidrig gefördert.
Nun hat der israelische Ministerpräsident die Übergriffe von Siedlern heruntergespielt: „Netanjahu spielt Gewalt durch jüdische Siedler herunter“; das seien bloß „Kids“, eine relativ kleine Gruppe aus „Teenagern aus zerrütteten Familien“, die nicht aus dem Westjordanland stammen sollen. Netanyahu gibt zu, dass sie Olivenbäume fällen und „manchmal versuchen ein Haus anzuzünden“ – da gibt er nur den Versuch zu. Gleichzeitig spielt er Gewalttaten palästinensischen Ursprungs, die es in der permanent aufgeheizten Stimmung womöglich auch gibt in, hoch.
Zweifel und Beweise
Ich zweifle an der Wahrheit dieser Darstellung, aber ich habe keine Beweise. Es klingt nur alles sehr gekünstelt. Aber es gibt Menschen, die der Wahrheit sehr viel näher kommen. „Avi Dabusch, Vorsitzender der Organisation Rabbiner für Menschenrechte, schrieb in einem Post auf der Plattform X zu Netanjahus Äußerungen:“
Eine dreiste Lüge und eine klare, unmittelbare Gefahr für uns alle!
Rabbi Dabusch hat erkannt, dass die Lüge des Ministerpräsidenten Israel beschädigt und schadet. Er bestätigt mich in meinem Befund, dass es auf beiden Seiten viele Menschen mit einer tiefen Friedenssehnsucht gibt, die miteinander koexistieren und auch kooperieren wollen. Frieden in Israel und Palästina wäre möglich – aber nicht mit dieser rechtsextrem-ultraorthodoxen israelischen Regierung, die permanent jüdische und arabische Bevölkerung gegen einander aufhetzt.
„Rechte“
Theokratien – politische Systeme, die sich eines herrschenden „Gottes“ bedienen – sind extrem gefährlich. Das gilt für den Iran und das Mullah-Regime, das gilt ebenso für die ultraorthodoxen Siedler, die ein Recht auf das Land Israel / Palästina aus der Torah / dem Alten Testament, also aus der Bronzezeit ableiten. Die Götter werden in Theokratien für falsche Maße missbraucht. Teuflisch!

Schreibe einen Kommentar