Von Boom keine Spur
Heute meldet der ORF unter dem Übertitel „Industriejobs gehen verloren“ als headline „Keine Spur von Trumps Produktionsboom“. Präsident Trump 2.0 hat aber im Wahlkampf und dann bereits im Amt einen beispiellosen Boom versprochen.
Naja: „beispiellos“ ist der „Boom“ wirklich: aber in den roten Zahlen. („rot“ ist in den USA die Farbe der Republikaner; wie bezeichnend.)
Zitate aus dem Artikel dazu:
- Doch ein Jahr nach Amtsantritt ist von der Reindustrialisierung nichts zu sehen, im Gegenteil, wie auch offizielle Daten vom Freitag zeigen. Laut Fachleuten sind ausgerechnet die hohen Zölle einer der Hauptgründe.
- Industrieproduktion rückläufig […] Der Index ging von 48,2 auf 47,9 zurück – und verharrt damit bereits zehn Monate unter der 50er-Marke. Ein Wert unter 50 bedeutet Schrumpfung.
- Die Zahl neuer Aufträge war […] den vierten Monat in Folge rückläufig
- «Die Bedingungen bleiben schwierig: verringerte Umsätze, teils saisonal, aber großteils wegen hoher Zinsen, Zöllen, niedriger Preise für Ölprodukte und geringer Bautätigkeit.»
- Trumps Maßnahmen, allen voran die Zölle, würden die Industrie nicht nur nicht beleben – es gebe vielmehr «Anzeichen, dass diese ihr sogar schaden».
Präsident Trump 2.0 arbeitet zielsicher an seiner Entzauberung. Und es sind die von ihm gesetzten Maßnahmen, die die Probleme bereiten.
Die Wahlen
Am 3. November sind Wahlen: die „Midterms“. Das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats werden neu gewählt. Da müssen Erfolge her. Ökonomisch sind keine sichtbar. Na dann muss halt das Militär her. Man braucht Kriege.

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