Vorschläge einer Bundesheer-Kommission
Österreich denkt über eine Verlängerung des Grundwehrdienstes nach – eine Reaktion auf die weltpolitische Lage, die als deutlich gefährlicher wahrgenommen wird. Eine Kommission sollte sich Vorschläge dazu vergleichend ansehen. Herausgekommen ist – laut Standard – ein Modell, das den Grundwehrdienst von 6 auf 8 Monate verlängert; dazu sollen 60 Tage Milizübungen kommen; das wurde in der Kommission offenbar fast einstimmig beschlossen.
Ich weiß von jungen Männern, die den Grundwehrdienst bereits abgeleistet haben, dass aus ihrer Sicht diese Zeit vor allem durch sehr viel sinnlosen Leerlauf gekennzeichnet war. Ich kann das selbst nicht beurteilen, aber wenn dem so wäre, wäre eine Verlängerung dieses Leerlaufs grober Unsinn. Die Schweiz hat dem gegenüber nur 4 Monate Grundwehrdienst, aber auf das spätere Leben verteilt mit insgesamt 140 Tagen deutlich mehr Milizübungen mit entsprechend höherer Wiederholungs- und Fortbildungswirkung.
Zivil- und Sozialdienst
Aus meiner Sicht besteht das Problem allerdings nicht nur aus einer Verlängerung des Grundwehrdiensts, sondern auch in der entsprechenden Verlängerung bzw. Angleichung paralleler Dienste – wie ein Zivildienst oder ein Sozialdienst – und in der Anwendung auf beide (alle) Geschlechter. Ich bin dafür, alle diese gesellschaftlich notwendigen Dienste Menschen aller Geschlechter und in derselben Dauer anzubieten bzw. von ihnen einzufordern.
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