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Michael Bürkle

Österreich ist (umweltpolitisch) säumig

Keine Neuigkeit!

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ), eine wichtige umweltpolitische NGO, hat über 400 Expert:innen befragt: die kommen zum Schluss: „Österreich tut zu wenig für Verkehrs­reduktion“, unsere Regierung ist säumig.

Leider ist das vermutlich wahr. Unser (theoretischer) Umwelt- und Klima­minister ist (praktisch) haupt­sächlich Landwirtschafts­­minister und sieht sich vor allem als bäuerlicher Interessens­vertreter. Das kann nicht gut gehen.

Laut den Befragten werden zu wenige Maßnahmen zur Verkehrs­­vermeidung getroffen, obwohl diese zahlreiche Vorteile bieten würden. Die größten Vorteile sehen sie in der Reduktion von Schadstoffen, Lärm und CO2-Emissionen sowie der Attraktivierung von Ortskernen und der Senkung des Energie­verbrauchs.

Ja: eine Reduzierung des Verkehrs, besonders des „motorisierten Individual­verkehrs“, würde gesell­schaftlich viel nützen.

Ein breiter Konsens besteht über den Ausbau des öffentlichen Verkehrs als effektivste Maßnahme zur Reduktion des Autoverkehrs. 82 Prozent sehen im „Öffi“-Ausbau sehr großes Potenzial, weitere 15 Prozent eher großes. 75 Prozent der Fachpersonen erkennen ein sehr großes Potenzial im Ausbau der Infrastruktur für Gehen und Radfahren. 72 Prozent sehen ein großes Potenzial in einer Raumplanung mit kurzen Wegen.

Sieh da: man wüsste, was notwendig wäre. Man müsste es nur noch tun.

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