Ein Appell für Klimaschutz, Sicherheit und Sozialstaat
Gestern war Holger Bonin, der Chef des Instituts für Höhere Studien (IHS), einem wichtigen staatlichen Think Tank, in der Pressestunde zu Gast. Und ich freu mich sehr darüber, was dieser zweifellos anerkannte Experte über wichtige Probleme der Gegenwart gesagt hat.
Zunächst – und für ein breites ORF-Publikum offenbar vordringlich – gings um die Spritpreise. Herr Bonin hat sich da gegen „voreilige Eingriffe der Politik“ ausgesprochen. Das meine ich auch. Preise sind wichtige Wirtschaftsindikatoren; sie sind Symptome. Man muss auch bei Krankheiten die Ursachen bekämpfen, nicht die Symptome.
Energiewende
Bonin plädiert – wie ich dauernd – für eine größere Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen, also für den Ausbau nachhaltiger Energieformen.
Wir sind etwas unabhängiger geworden. Die Elektromobilität ist ein gewisser Entlastungsfaktor natürlich, aber offensichtlich sind wir eben noch nicht unabhängig genug
so Holger Bonin. Ja, genau: wir sind noch nicht unabhängig genug. Es stehen einige Leute im Weg. Z.B. der sog. „Klimaminister“ Totschnig. Aber nicht nur der.
Bonin stellte den Rückschritt in der Energiepolitik fest – das habe ich auch schon oft geschrieben. Dieser Rückschritt räche sich jetzt. Ja, genau: das schreibe ich auch.
Das rächt sich jetzt und das fällt uns jetzt auf die Füße, weil wir merken, es gibt auch noch andere Gründe als den Klimaschutz, nämlich die sehr stark eben aus dem Ruder laufende geopolitische Situation.
Ja, genau. Es geht ums Klima, aber schon längst nicht mehr nur.
Drei Dinge, ein Appell
Insgesamt gelang es dem IHS-Chef, die Pressestunde zu einem „Appell für Klimaschutz, Sicherheit und Sozialstaat“ zu machen. Vielen Dank. Genau das meine ich auch.
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Kleine Kritik am ORF: Auf ORF online steht der Bericht über die Pressestunde unter „Spritpreise“. Ja, darum ging es auch. Aber nicht nur.

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