michael bürkle

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Michael Bürkle

Tyrannen

Papst Leo kennt sich aus

Papst Leo XIV. hat bei seinem Besuch in Kamerun am Donnerstag scharfe Kritik an Staats- und Regierungschefs geübt, die Milliarden für Kriege ausgeben. Die Welt werde „von einer Handvoll Tyrannen verwüstet“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche.

Ja, da hat der Papst recht und als ein Mensch, dessen Meinung bei Millionen Menschen zählt, ist es sehr gut und richtig, dass er das ganz offiziell und offen ausspricht.

„Eine Handvoll“? Wie viele sind das? Fünf? So wörtlich muss man das an sich nicht nehmen.

Kandidaten

Aber schauen wir einmal: Nummer 1 wäre jedenfalls Trump 2.0, „ex aequo“ – würd ich sagen – mit Wladimir Putin. Nummer 3? Ich schlage vor: Benjamin Netanyahu: er drängt sich auf. Und dann wirds eh schon schwierig. Ding Yi? Solange es um Taiwan nur bei Manövern bleibt … Einige lokal-regionale Bonzen in Afrika, z.B. in und um den Sudan? Gute Idee. Die verbliebene Führungsclique im Iran? Ja, das ist eine schreckliche Bagage; die müsste dringend abgelöst werden, aber halt am besten durch die eigene Bevölkerung.

Die Tyrannen auf eine „Handvoll“ zu reduzieren wird nicht leicht.

Sehr tyrannisch war in ihrer Geschichte im Übrigen auch die römische Kirche, mit ihren Kreuzzügen, ihren Zwangsmissionierungen, mit der Sklaverei, mit Inquisition und Hexenverbrennung. Aber Papst Leo schafft es beinahe, das vergessen zu lassen.


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