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Michael Bürkle

Familienministerin Bauer will Beratung abwürgen

Auf aufstehn.at gibt es eine Petition dagegen

Der österreichischen Beratungsinstitution ZARA („Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit“, hier der Wikipedia-Eintrag), die eine wichtige Arbeit im Bereich Opferschutz leistet, wird von „Familienministerin“ Bauer (früher Plakolm, ÖVP) relativ unvermittelt die Finanzierung entzogen – der Standard hat berichtet. Das ist aus meiner Sicht ein völlig unverständlicher und destruktiver Schritt, der genau das zerstört, was in unserer Zeit dringend notwendig ist.

Auf aufstehn.at gibt es eine Petition dagegen: ich habe bereits unterzeichnet.

ZARA macht Beratung für Betroffene, engagiert sich in der Prävention und sensibilisiert die Bevölkerung durch Öffentlichkeitsarbeit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Frau Ministerin Bauer hier in irgendeiner Form Ersatz für die Arbeit von ZARA finden oder leisten kann.

Der Brief

Die Petition macht möglich, auf einfache Art einen Brief an die Frau Minister zu schreiben. Der Text ist noch sehr höflich und lautet:

Sehr geehrte Bundesministerin Bauer,
sehr geehrte Bundesregierung und Entscheidungsträger!

 

ZARA ist seit Jahren eine unverzichtbare Anlaufstelle für Menschen, die in Österreich Rassismus, Diskriminierung und Hass erleben. Der Verein bietet Beratung, Dokumentation, Unterstützung und öffentliche Aufklärung genau dort, wo Betroffene sonst oft allein gelassen werden. Gerade in einer Zeit, in der rassistische, hasserfüllte Sprache wieder salonfähig gemacht wird, insbesondere im digitalen Raum, braucht es diese Arbeit mehr denn je.

 

Die geplante Kürzung der Fördergelder, die das de-facto Ende dieser wichtigen Aufklärungs- Unterstützungs- und Präventionsarbeit bedeuten, ist daher der falsche Schritt in einer Gesellschaft, die sich zunehmend polarisiert.

 

Deswegen sind gerade Sie, Familienministerin Bauer, aber auch die gesamte Bundesregierung und die Entscheidungsträger in Parlament und Verwaltung jetzt aufgefordert, Ihre Entscheidungen zu überdenken und sich klar für eine Erhaltung dieser so wichtigen Institution auszusprechen und einzusetzen!

Ich hätte gerne noch an einer persönlichen Formulierung etwas gefeilt; leider ist das nicht vorgesehen. Aber ich denke, das Schreiben wird schon deutlich genug.

Warum Frau Bauer das tut, wird im Ministerium nicht deutlich. Der Standard hat interpretiert: „Der Grund: Das Bundeskanzleramt streicht sämtliche Fördergelder für den Kampf gegen Hass im Netz.“

Hat sich dieses Problem noch nicht bis ins Ministerium durchgesprochen?


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