2 € pro Paket
Das Finanzministerium bzw. die Regierung planen eine Paketabgabe von 2 € pro Paket „für große Onlinehändler mit einem Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr“: „Paketabgabe soll noch vor Sommer fixiert werden“ Die Abgabe soll die Verminderung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel kompensieren bzw. finanzieren.
Ja, ich finde das sehr vernünftig: Online-Bestellerei finanziert Grundnahrungsmittel. Die Grenze bei 100 Millionen kommt mir freilich zu hoch vor: das sollte schon deutlich früher ansetzen. Wenn man weiß, wie viele unnütze globale Transporte durch den Online-Handel anfallen – weil viele Waren wegen Nutzlosigkeit oder falscher Gestaltung zurückgehen und damit doppelt sinnlose Transporte anfallen, ist es ein Gebot der Stunde, den überschwappenden globalen Online-Handel etwas zu steuern. 2 € pro Paket: das muss der Weg für eine Bestellung, die rund um die Welt geht, doch wert sein.
Was ich nicht verstehe
Ich verstehe nicht, warum sich Wirtschaftskammer-Vertreter gegen diese Paketabgabe wehren. Die Wirtschaftskammer sollte doch nicht vor allem die internationalen Online-Konzerne schützen, sondern sie sollte den heimischen Handel vertreten, auch die „kleinen“ Händler:innen. Vielleicht wäre es wirklich gescheiter, die Kund:innen statt in den online-Handel ins nächste Geschäft zu schicken, in dem man die Dinge direkt ansehen und vielleicht sogar (aus-)probieren kann.
