Das Tankverhalten hat sich geändert
Zum Tankverhalten als Folge des Iran-Kriegs berichtet der Spiegel aus Bayern: „Erste Daten weisen auf spürbar gesunkenen Spritverbrauch hin“. Das ist eine gute Nachricht: offenbar reagieren Autofahrer doch auf gestiegene Preise. Zwar seien die Umsätze der Tankstellen um ca. 6% gestiegen, aber das liege am höheren Spritpreis; preisbereinigt sei der Umsatz um ca. 8,1% gefallen. Man fährt also seltener tanken und lässt das (Verbrenner-)Auto öfter stehen. (Das betreffe auch die Umsätze der Tankstellenshops!)
Kostenwahrheit
Ich halte ja die momentan gegebenen Spritpreise immer noch für deutlich zu niedrig, wenn es darum gehen sollte, alle Kosten, die der motorisierte Verkehr verursacht, abzudecken. Wir in Europa kommen mit den Spritpreisen nie für die gesamten Verkehrskosten auf: Straßenbau, Gesundheitskosten, Umweltkosten usw. usf. (Noch mehr „daneben“ sind nur die US-Amerikaner:innen, die den Sprit immer noch deutlich billiger als in Europa bekommen.)
Wenn Kostenwahrheit vorhanden wäre, hätten wir viel weniger Verkehr und viel weniger Treibhausgase und eine viel gesündere Welt um uns herum. Und auch wir selbst wären viel gesünder. Man müsste halt auf manche Bequemlichkeit verzichten. Aber es gibt ja …
… die Lösung!
Die gestiegenen Spritpreise werden langfristig noch weiter steigen, weil Öl und Gas immer weniger und also immer teurer werden. Es gibt aber schon eine Lösung: Elektro-Mobilität. Nur haben das die Verteidiger des Verbrennermotors (und des „Gasfußes“) noch immer nicht kapiert. Aber das kommt schon noch. Entweder noch rechtzeitig oder zu spät erst während des Untergangs. Das ist wie bei der Titanic.
