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Michael Bürkle

Europa wird immer wärmer

Der Klimawandel setzt Europa besonders zu

Die Weltwetterorganisation WMO und der EU-Klimawandeldienst Copernicus melden übereinstimmend, dass sich im Jahr 2025 von allen Kontinenten Europa am stärksten erwärmt hat: +0,56° (genau: durchschnittlich in 10 Jahren in den letzten 30 Jahren). Der Standard und der ORF berichten darüber. Damit verbunden ist, dass für 2026 neue Hitzerekorde erwartet werden.

Dabei ist Europa nicht die sich am stärksten erwärmende Weltregion: die Arktis hat sich noch stärker erwärmt. Der durchschnittliche 10-Jahres-Temperaturanstieg lag in Europa in den letzten 30 Jahren bei +0,56°, in der Arktis sogar bei +0,75°. Seit den 80er-Jahren hat sich Europa doppelt so stark erwärmt wie der globale Durchschnitt.

Sowohl beim Standard als auch beim ORF erfahren wir viel über die Symptome der Erwärmung, aber über die Gründe für diesen Temperaturanstieg leider nur wenig, denn die Situation ist kompliziert. Es handelt sich offensichtlich um ein Zusammenwirken mehrerer Faktoren.

Changing weather patterns, increasing solar radiation, reduced air pollution, decreasing snow cover and geography are all factors contributing to this trend. (S. 11)

heißt es da im Copernicus-Bericht bzw.:

Since the 1980s, Europe has been the fastest-warming continent, at more than twice as fast as the global average. Several factors contribute to this trend:
• Changing weather patterns: Shifts in atmospheric circulation have favoured more frequent and more intense summer heatwaves [R1.1]. This report highlights that the number of heat stress days is increasing, and 2025 saw extreme heatwaves from the Mediterranean to the Arctic Circle, including Europe’s second most severe heatwave on record.
• Reduced air pollution: Aerosols can reduce the amount of solar radiation reaching the surface. Since the 1980s, stricter air quality regulations have reduced emissions, and therefore aerosol concentrations, across Europe. Cloud cover is also reduced as pollution decreases.
• Decreasing snow cover: As temperatures increase, snow cover across Europe has been declining, reducing the albedo – the amount of solar radiation reflected back into space – and leading to more rapid warming. More information can be found in the ‘Snow’ section.
• Geography: Parts of Europe extend into the Arctic, the fastest-warming region on Earth.
(climate.copernicus.eu/sites/default/files/custom-uploads/ESOTC-2025/ESOTC-2025-report.pdf, S. 13)

Es geht also um Verschiebungen bei Wetter-Mustern, um die Reduktion der Luft­verschmutzung, um die Reduktion der Albedo durch das Schmelzen von Eis und um die geo­graphische Lage in der Nähe der Arktis. (Darüber hinaus spielen noch globale Wetterphänome wie El Niño und La Niña Rollen.)

Noch relativ leicht zu verstehen ist da das Schmelzen des Eises sowohl in der Arktis als auch in Europa; weißes Eis würde viel Sonnenlicht zurückstrahlen. Diese Rückstrahlung ist immer weniger der Fall.

Eine andere relativ leicht verständliche Ursache ist das Zurückgehen der Luft­verschmutzung; damit gibt es weniger Wolken­bildung und damit mehr Sonnen­einstrahlung.

Was schließen wir aus all dem?

Dass wir uns in Europa aufgrund spezieller Besonderheiten besonders um den Klimawandel bzw. um die Abwendung einer Klimakatastrophe bemühen sollten.


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