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Michael Bürkle

Schlechtes Wetter voraus!

Düstere Prognosen der World Weather Attribution

Die World Weather Attribution (WWA) ist eine internationale Forschungsinitiative, die sich im Übergang von Wetter- zur Klimaforschung bewegt. Sie hat nun düstere Aussichten für 2026 veröffentlicht: „Forscher warnen vor extremen Waldbränden“:

Von Jänner bis April seien mit über 150 Millionen Hektar über ein Fünftel mehr Land verbrannt als beim bisherigen Negativrekord. Dabei stehe die Brandsaison in vielen Teilen der Erde erst bevor. Der rasante Start in Kombination mit dem prognostizierten El Niño deute auf ein besonders verheerendes Jahr.

Die Waldbrände betreffen bisher hauptsächlich Afrika und Asien. Momentan – Jänner bis April 2026 – steht das so:

Jänner-April
2026
Mio ha verbrannt Zunahme
Afrika 85 23 %
Asien 44 40 %
Rest 21
gesamt 150 > 20 %

Es werde für 2026 ein starker El Niño erwartet, mit einer „hohen Wahrscheinlichkeit von extremer Hitze und Dürre in Australien, Kanada, den USA und dem Amazonas-Regenwald“. Damit „bestehe die ernste Gefahr, dass dessen Auswirkungen zusammen mit dem Klimawandel zu beispiellosen Unwettern und Hitzewellen führen“.

Zum Titel

„Schlechtes Wetter voraus“ heißt heutzutage nicht mehr, dass Regen kommt. Sondern vor allem Hitze. Gut: heiße Luft kann mehr Wasser aufnehmen und das dann woanders als Starkregen wieder fallen lassen. Besser wäre: „Mehr Extremwetter voraus“.

Eine doppelte Bedrohung

Wenn weltweit in hohem Ausmaß Wälder abbrennen, ist das für die Biosphäre des Planeten eine doppelte Bedrohung. (1) Es kommt sehr viel zusätzliches CO2 in die Atmosphäre; das verstärkt den Treibhauseffekt noch mehr. Also noch mehr Dürren einerseits, Überschwemmungen andrerseits und was alles der Klimawandel noch mitbringt. (2) Es gehen Wälder verloren, die in hohem Ausmaß bereits emittiertes CO2 speichern könnten.

Es kommen also einerseits Treibhausgase dazu und andrerseits weniger Treibhausgase weg. Das ist leider sehr problematisch: es erzeugt weltweit die Probleme, die wir an sich schon kennen, die sich nun aber in verschärfter Form stellen werden. Wir wüssten alle, was zu tun ist: Schluss mit Verbrennungsmotoren in jeder Form: im Verkehr, in der Industrie, wo immer.

Die Zeit für eine Rettung unserer Biosphäre läuft uns davon – zusehends. Es gäbe sehr viel zu tun: jetzt!


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