Was ein „Übertragungsnetzbetreiber“ meint
„Der 1. Mai hat gezeigt, dass wir keinen funktionierenden Markt haben“, meint der Geschäftsführer von TenneT TSO, Tim Meyerjürgens, in einem Interview mit der „WirtschaftsWoche„. (TenneT TSO ist der größte „Übertragungsnetzbetreiber“ in Deutschland, also eine Firma, die sich um die wirklich „großen Stromnetze“ kümmert. Hier die Selbstdarstellung.)
Herr Meyerjürgens teilte der WirtschaftsWoche mit:
Wir brauchen mehr grüne Energie – nicht aus ökologischer Überzeugung, sondern aus geopolitischem Kalkül.
Es geht im Interview nämlich um die Lehren aus dem Iran-Krieg.
Ich würde Herrn Meyerjürgens beinahe vollinhaltlich zustimmen; ich würde nur allzu gern 2 Wörtchen ergänzen. Das wäre dann:
Wir brauchen mehr grüne Energie – nicht nur aus ökologischer Überzeugung, sondern auch aus geopolitischem Kalkül.
So isses meines Erachtens ganz richtig. Aber dem Herrn Meyerjürgens geht es halt nicht so sehr um Überzeugungen, sondern um Kalküle für große Stromnetze zwischen Schleswig-Holstein und Bayern. Ich verstehe das.
Also: Mehr Windkraft, mehr Photovoltaik, mehr Biogas. Für alle! Wegen der Geopolitik! Was könnten wir schon von Öl- und Gaspreisen unabhängig sein, wenn wir unsere Politiker schon früher daran gedacht hätten.
