Alarmierend wenig Wasser im See
Der Wasserstand des Bodensees gemessen am Pegelstand in Bregenz, nähert sich einem historischen, einem 161-jährigen Tiefststand. Die Grafik zeigt den durchschnittlichen Pegelstand in Bregenz übers Jahr, den minimalen unten und den maximalen oben und mit der abgebrochenen Linie den des laufenden Jahres. Für Ende Mai sind wir schon fast ganz unten.
Quelle: vowis.at
Ist das eine Katastrophe?
Ja, in Summe vermutlich schon. Das ist katastrophal für viele Tierpopulationen, die keine Brutstätten mehr finden; das ist (vielleicht nicht ganz so) katastrophal für den Badetourismus, weil lange Wege zu gehen sind, bevor man wirklich im Wasser steht, das nicht mehr so sauber ist wie üblich; das ist auch höcbst problematisch für die Schiffahrt am See, weil Vieles nicht mehr funktioniert. Ein Artikel in t-online.de weist auf die Situation hin.
Die Schuldfrage
Und wer ist schuld? Naja: „der Klimawandel“. Aber es ist ein menschengemachter Klimawandel, also sind wir alle „schuld“: schuld ist unsere Art des Wirtschaftens, der globale Spätkapitalismus. Natürlich (fast) niemand individuell: Sie nicht, Du nicht, ich nicht. Wir können da praktisch nichts dagegen tun.
Aber es gibt doch Personen mit Macht, mit Einfluss, mit Gestaltungsmöglichkeiten! Können wir die klagen, weil sie ihren Einfluss nicht schützend geltend machen? Eine Klage über das Vergehen „Totschlag durch Unterlassung“ gibt es schon.
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Und wir sollten nicht vergessen: der Bodensee ist nur ein Beispiel. Es gibt zahllose Seen, Bäche und Flüsse, die ähnlich bedroht sind.

