Geothermie-Projekt bei Wien übertrifft die Erwartungen
Wien Energie und die OMV bohren bei Wien in der Tiefe nach Erdwärme. Das in der Tiefe eingeschlossene „Formationswasser“ ist offenbar 104° „warm“ statt bloß 100°. Man kann damit 25 MW Leistung produzieren statt „bloß“ 20 MW.
Geothermie gilt – jedenfalls derzeit noch – als nachhaltige Energie, denn das, was der Mensch da entnimmt, ist in riesiger Menge vorhanden. Zeiträume, in denen wir den Planeten „kalt gemacht“ haben, sind nicht abschätzbar. Also: „mit der Tiefengeothermie [kann] künftig nachhaltige Wärme für umgerechnet 200.000 Wiener Haushalte“ erzeugt werden“.
Weiterer Zeitplan: Anlagengebäude bis 2027, Geothermieförderung ab 2029. Unabhängig von Sonne und Wind!

> Man kann damit 25 MW Leistung produzieren statt „bloß“ 20 MW. Sowas bezeichne ich gerne als „positive Enttäuschung“. 🙂 Ich finde es beim Thema Geothermie nur sehr schade, dass ausgerechnet die Grünen das viel zu lange links liegen ließen und sich stattdessen jahrelang quasi exklusiv nur auf Sonnen- und Windenergie eingeschossen haben. Weil Geothermie hat gleich mehrere Vorteile: Erstens ist sie im Gegenteil zu Wind- und Solarenergie vollkommen witterungsunabhängig, und zweitens ist sie auch eine ziemlich ausgereifte Technologie, weil man damit bereits seit stattlichen 113 [sic!] Jahren Erfahrung hat. Denn in Larderello, einem Ortsteil („frazone“) der toskanischen Gemeinde Pomarance… Mehr »
danke für den beitrag und die ergänzungen.
geothermie hat natürlich schon „nachteile“. man muss bohren – „drill, baby, drill“ hat einer gemeint, aber damit nicht die geothermie, sondern die fossilen – und das ist unter umständen teuer, bis es was bringt. und überall, wo man bohrt, weiß man zunächst nicht genau, was rauskommt: siehe auch aspern: dort isses mehr als man sich erwartet hatte.