michael bürkle

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Michael Bürkle

Europas Böden

Dürre herrscht in ganz Europa

In Österreich herrscht Dürre: ich hab schon mehrfach berichtet. Die Ursache ist der menschengemachte Klimawandel; den müsste man bekämpfen.

Aber Appelle an die österreichische Regierung, sie möge für eine effiziente Klimapolitik sorgen, verhallen – und nicht nur wegen der Unfähigkeit des zuständigen Ministers. Das Problem ist nämlich kein österreichisches. Es ist mindestens ein europäisches: „Rekordhitze trocknet Europas Böden aus“ heißt es heute auf der science-Seite des ORF. Und mit der Dürre kommen natürlich auch massive Waldbrände usw. – derzeit gerade u.a. in Frankreich: Tausende Touristen auf der Flucht.

(Es ist der ganze Planet betroffen, eh klar; nicht nur Europa.)

Das wäre vielleicht eine Chance. Es ist ja an sich nicht ganz logisch, öster­reichische Lösungen zu suchen. Wenn das Problem europäisch ist, ist die EU zuständig – und die könnte wirkliche Maßnmahmen setzen. Ein Verbrenner­verbot in Österreich? Da traut sich von unseren Politikern keiner drüber. (Eine vermutlich schon.) Ein „Verbrenner­verbot“ in Europa ist an sich schon beschlossen: ab 2035 sollen keine Verbrenner­autos mehr verkauft werden dürfen: die Einigung erfolgte am 27.10.22. Aber bereits „aktive“ Verbrennerautos dürften weiterhin unterwegs sein. Und damit ist klar: die Pläne sind für eine Reduktion der Treibhausgase bei Weitem nicht schnell genug.

Derweil trocknen die europäischen Böden aus.

Müssen wir uns damit abfinden?

Ich denke, man muss den EU-Plan deutlich beschleunigen. 2022, als er beschlossen wurde, war noch nicht klar, wie durchschlagend der Erfolg der Elektromobilität werden würde. Dazu hat der USA-Iran-Krieg mit seinem Getändel um die Straße von Hormus seinen Teil beigetragen. Die Preise fossiler Treibstoffe sind gestiegen – und sie werden das weiterhin tun. Der ÖAMTC, eine Autofahrer­organisation, die sich zur Verbrenner­lobby rückentwickelt hat, schreibt: „Klimaziele allein mit E-Mobilität nicht erreichbar.“ Da hat der ÖAMTC – obwohl er es anders meint – recht: Elektromotoren dürfen nicht nur („allein“) in Autos eingesetzt werden: sie müssen auch die Industrie CO2-neutral machen. (Der ÖAMTC möchte aber für „E-Fuels“ plädieren, was in mehrfacher Weise dumm ist. Aber das ist ein anderes Kapitel.)

Ein moderner Bauernhof

Der österreichische Umweltminister ist zugleich Landwirtschaftsminister und setzt sich für günstige Dieselpreise für Landwirte ein. Dieser Narr aus der Zeit gefallene Politiker! Ein moderner Bauernhof müsste einen E-Traktor haben, der von der PV-Anlage am Dach und/oder von einem Windrad und/oder einer Biogas-Anlage mit Treibstoff versorgt wird. Da könnte man investieren und private Investitionen unterstützen.

Afrika ist uns da voraus: In Afrika stellen bereits ganze Länder auf E-Mobilität um.

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