Vielleicht setzt sich langsam Erkenntnis durch
Die österreichischen „Körndlbauern“ – Landwirt:innen im Acker- und Getreidebau – haben es schon bemerkt: der Klimawandel bringt Extremwetter, derzeit z.B. extreme Hitze und sehr wenig Niederschlag, also Dürre; die lässt Felder verdorren und Ernten verderben.
Nun merken es auch die „Hörndlbauern“ – jene, die Viehwirtschaft betreiben. „Regenmangel bedroht Viehbestand in Tirol“ heißt das im ORF. Und nicht nur in Tirol.
schuldig?
Die landwirtschaftliche Misere ist auch einem Umweltminister Totschnig zu verdanken, der keine wahrnehmbare Klimapolitik betreibt, weil er sich als Landwirtschaftsminister vor allem als bäuerlicher Interessensvertreter sieht und günstige Dieselpreise will. Statt schnellstmöglich den Umstieg auf E-Mobilität auch auf dem Bauernof.
Jetzt ist mir schon klar, dass E-Traktoren – oder überhaupt E-LKWs – das Klimaproblem nicht stante pede lösen: aber sie wären mittelfristig ein wesentlicher Beitrag. Da könnte der Staat unterstützend / lenkend / steuernd eingreifen: der/die einzelne Landwirt:in wird das oft nicht stemmen können – bei den gerade einsetzenden Verlusten im laufenden Jahr. Bäuerliche E-Mobilität in Verbindung mit Stromerzeugung über Photovoltaik, Windkraft und Biogas – so müsste das im 21. Jahrhundert an sich aussehen.
Wir gehen katastrophalen Zuständen entgegen …
… und unsere Politik (bzw. große Teile davon) macht „business as usual“: mit der Hoffnung oder dem Motto „es wird schon nicht gar so schlimm werden“. Diese Narren!
Der Klimawandel ist ein Problem für Jahrzehnte: das weiß man seit Jahren (bzw. auch Jahrzehnten). Unsere Politik denkt aber in 4- bzw. 5-Jahres-Abschnitten – von Wahl zu Wahl. Das geht sich nicht aus.
Nein, ich will nicht die Demokratie abschaffen. Ich will, dass wir alle – Wähler:innen und Politiker:innen – langfristig zu denken beginnen. Vielleicht helfen die Hitzewellen, die wir über unser System produzieren lassen.
