… und vermutlich nicht nur in Tirol
Es ist ein typischer Verlauf innerhalb des menschengemachten Klimawandels: zuerst Hitze; die heiße Luft nimmt sehr viel (mehr) Wasser auf; das Wasser kommt einige Kilometer weiter als Starkregen wieder herab; der Starkregen lockert Erdreich und dieses geht als Mure ab.
Muren sind sehr gefährlich: sie können Häuser verschütten und zerstören, sie können fruchtbares Land abtragen – sie können menschliche Existenzen ruinieren. Das tun sie auch, regelmäßig.
Der ORF Tirol berichtet darüber unter dem Titel „Viele Aufräumarbeiten nach Murenabgängen“:
Im Valsertal (Bezirk Innsbruck-Land), auf der Hahntennjochstraße (Bezirk Imst) und am Zillergrund (Bezirk Schwaz) laufen am Samstag die Aufräumarbeiten nach mehreren Murenabgängen. Einige der Arbeiten dürften noch bis in den Abend hinein andauern. Die Schäden sind teilweise groß.
Allein bei der Hahntennjochstraße von Imst im Inntal nach Elmen im Lechtal waren es 4 Muren! Im Valsertal wurden Autos von 11 Wanderern verschüttet – die Menschen wurden mit einem Hubschrauber ausgesflogen: was mit den Autos geschieht, wird nicht berichtet. Auch im Zillertal waren es letztlich mehrere Muren:
Gegen halb sieben am Abend brachen aus dem Sundergrund und von allen kleinen Nebenbächen mehrere Muren hervor. Auch zwischen dem Gasthaus Häusling und unserem Gasthaus gingen Muren ab. So extrem war das schon lange nicht mehr. Zuletzt gab es das in meiner Kindheit …
… meinte der Wirt des Gasthaus Au am Zillergrund.
Eine Ära
Wir befinden uns in einer Ära der Katastrophen. Diese Ära wurde von Menschen geschaffen: wir (als Gesellschaft) blasen wahnsinnig viel CO2 (und CH4) als Treibhausgas in die Luft und sind nicht (oder viel zu wenig) bereit, auf sinnvolle Alternativen umzusteigen. Die Warnung vor den Folgen gibt es aus der Wissenschaft schon sehr sehr lange, aber untätige und unfähige Politiker ignorieren dieses Wissen, weil sie um ihre Macht fürchten und / oder zu inkompetent sind.
