michael bürkle

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Michael Bürkle

Katastrophe in Nepal

Welt in Unordung

In Nepal hat eine Sturzflut mindestens (bzw. einstweilen) 95 Todesopfer gefordert; 384 Menschen sind noch vermisst, darunter fast 300 indische Tourist:innen; die Sturzflut hat Menschen, ganze Häuser oder auch LKWs mit- und weggerissen.

Wie kommt es dazu?

Offenbar war eine Gletscherlawine der Verursacher. Die Gletscherlawine hat Bäche aufgestaut, die dann als Sturzflut abgegangen sind.

Wir kennen das

Das ist ein Muster. In der Schweiz ist das Dorf Blatten auf diese Weise weggespült worden. Auch da war ein auftauender Gletscher der Auslöser. Der Hang über dem Dorf wurde genau überwacht, das Dorf noch rechtzeitig geräumt. So viel ich weiß, kam da nur ein Mensch ums Leben. Die Bewohner:innen müssen „bloß“ auf ihre Wohnorte und Teile ihrer Geschichte verzichten.

In Nepal liegen die Ereignisse noch viel höher; die Sturzflut ist durch ganze Täler gegangen, sodass nicht „nur“ ein Dorf betroffen war. Außerdem waren die Gletscher in Nepal höchstwahrscheinlich wesentlich weniger überwacht als in der Schweiz.

Zum Titel: wir haben mit den von uns emittierten  Treibhausgasen und der aus ihnen entstandenen Klimakrise die Welt in große Unordnung gebracht: sie ist völlig aus dem Gleichgewicht. Wir bemerken das in Dürren und den entsprechenden Missernten, in Wassermangel, in Gletscherschmelze mit Sturzfluten, in Felsstürzen, in enormen Unwettern, in Überschwemmungen.

Ist es das wert?

Sind die Treibhausgase das wert? Ich glaube nicht. Das Problem ist: wir bringen sie nicht weg. Das andere Problem ist: wir sollten wenigstens dafür sorgen, dass keine weiteren dazu kommen. Ich würde Verbrennungsmotoren verbieten: mit einer nur sehr kurzen Übergangszeit. Einsatzfahrzeuge kann man ausnehmen, solange es keinen e-mobilen Ersatz gibt.

*

(Erstveröff. am 26.8., Nachträge am 27.8 und 28.8..):

Mittlerweile über 500 Todesopfer; „Hunderte“ Menschen gelten als vermisst; „laut Rotem Kreuz sind insgesamt rund 93.000 Menschen von den Folgen der Flut betroffen“. In einem See gestautes Wasser kann eine weitere Flut bewirken. Man arbeitet an Frühwarnsystemen.


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