michael bürkle

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Michael Bürkle

Der Amtsschimmel wiehert

Laut! wiehert er

Unter dem Titel „Kaiseradler verhindern Windpark Wullersdorf“ berichtet der ORF aus dem Amtsschimmelgehege Niederösterreich.

Die Vorgeschichte

In Wullersdorf war ein Windpark mit 5 Windrädern geplant. Weil die 5 Anlagen eine Gesamtleistung von 34 MW erbracht hätten, wurde eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nötig.

Die Adler

Im Februar 2025 wurden die 5 Windräder genehmigt. Kurz darauf entdeckte jemand, dass sich rund 70 Meter von einer der geplanten Anlagen der Horst eines Kaiseradlerpaares befand. Das führte zu Widerstand durch die „niederösterreichische Umweltanwaltschaft, eine Umweltorganisation und eine Bürgerinitiative“, zu einer „Nachprüfung“ und zu einem Verfahren beim Bundesverwaltungsgericht (BVwG).

Nachprüfung

Die Nachprüfung führte dazu, „dass eine der fünf Windkraftanlagen nicht genehmigungsfähig ist, da der Standort nahe dem Kaiseradlerhorst gegen das artenschutzrechtliche Tötungsverbot verstoßen würde“. Soll sein: Windräder töten zwar keine Adler, aber ein negativer Einfluss auf das Brutverhalten ist vielleicht vorstellbar.

etwas kleiner

Nicht genug: macht man halt einen etwas kleineren Windpark mit „nur“ 4 Windrädern. Dadurch produziert die Gesamtanlage unter 30 MW und braucht keine UVP mehr. Super, an sich.

des geht ned

Aber nein! Das BVwG stellte fest, dass „das Projekt nicht mehr UVP-pflichtig wäre. Aus Sicht des Gerichts wäre das rechtlich unzulässig, da es dazu führen würde, dass die bisherige Behörde und in weiterer Folge auch das BVwG unzuständig wären“.

zusammengefasst

Das Bundesverwaltungsgericht stellt also fest, dass ein kleinerer Windpark keine UVP mehr braucht und damit das Gericht nicht mehr zuständig wäre. Und das gehe nicht!

Weil ein Gericht nicht mehr zuständig wäre, darf etwas nicht kleiner gebaut werden! Selten so etwas Deppertes gelesen!

Eine Vermutung

Irgendwer wollte diese Windanlage nicht und hat das Genehmigungsverfahren verloren. Ist dann aber drauf gekommen, dass man mit den Adlern ein Windrad verhindern kann und in Zusammenarbeit mit dem Bundesverwaltungsgericht die anderen 4 auch. Wer da mit wem hinter den Kulissen gemauschelt hat … will ich im Detail gar nicht wissen.

Ein Schluss

Man muss die Genehmigungsverfahren für Windparks deutlich vereinfachen und transparenter führen. Das würde dem Amtsschimmel Nahrung entziehen.

Der Amtsschimmel ist in Niederösterreich aber offenbar ein geschütztes Tier. Wie der Kaiseradler.

Und nein: es sind nicht die Adler, die den Windpark verhindern. Es sind die Amtsschimmelreiter. Und ihre Oberbefehlshaber, denen jede nachhaltige Energieproduktion ein Dorn im Auge ist.

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