Hoch geschätzter Kabarettist hat sich wegen sexuellen Kindesmissbrauchs angezeigt
Es ist für mich sehr verstörend: ein von mir hoch geschätzter Kabarettist – Günter Paal alias Gunkl – hat eine Selbstanzeige wegen sexuellen Kindesmissbrauchs eingebracht. Ich habe Gunkl immer als äußerst reflektierten Menschen erlebt und kann mir das deshalb eigentlich nicht vorstellen.
Der Standard hat heute eine Zusammenfassung des Falls veröffentlicht: „Kindesmissbrauch: Was wir bisher über den Fall Günther Paal alias «Gunkl» wissen“.
Es geht dabei um drei miteinander verbundene Sachverhalte:
- der Missbrauch
- der Besitz von Bildern und Videos, die sexuellen Missbrauch an Kindern zeigen
- eine Erpressung: die Mutter und die Großmutter des missbrauchten Kindes haben auf eine Anklage verzichtet und dafür erhebliche Beträge an Schweigegeld verlangt und auch erhalten
Im Mai hat Paal das selbst bei der Polizei angezeigt, auch die Erpressung.
Das österreichische Internet ist voll von Spekulationen; daran möchte ich mich nicht beteiligen.
Sorgen muss man sich um das Mädchen machen, das einerseits Opfer eines sexuellen Missbrauchs geworden ist und dessen Mutter und Großmutter andrerseits wegen der Erpressung nun einsitzen. Das Kind ist mit seinem Bruder jetzt offenbar in der Obhut der Kinder- und Jugendhilfe.
Viele Dinge im Fall scheinen mir verworren und sind wohl vor Gericht zu klären. Die Selbstanzeige hat den Weg dafür frei gemacht.
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Paal hat in der Zwischenzeit selbst in einem Video auf Facebook Stellung bezogen.
[Erg. um 16:30:] Inzwischen scheint Facebook das Video aber gelöscht zu haben. (So ist das, wenn man mit social media publiziert: man macht sich abhängig. Ich schlage Gunkl vor, das Video auf seiner web site gunkl.at zu publizieren. Dort ist es besser aufgehoben als bei Facebook; dort gehört es auch hin. Das Video ist glaubwürdig und enthält wichtige Hinweise für Betroffene.)
