Schon wieder! Wer will das?
Anscheinend hat sich der Medienmanager Gerhard Zeiler bereit erklärt, Parteiobmann der SPÖ zu werden. So viel ich weiß, hat die schon einen: Andreas Babler. Ich verstehe nicht, warum es da jetzt eine Gegenkandidatur braucht. Die Regierung soll arbeiten; es gibt genug zu tun. Ich finde die Arbeit der Regierung in Summe auch gar nicht schlecht – bis auf Bauer & Totschnig. Aber da kann Babler nichts dafür.
Ich kann die parteiinterne Arbeit Bablers nicht beurteilen: wenn es da etwas zu kritisieren gibt, soll man das intern machen und dann gemeinsam verbessern. Unabhängig davon einen Obmannwechsel ins Spiel zu bringen, nützt fast niemandem: Zeiler nicht, Babler nicht, der SPÖ nicht. Auch der Regierung nicht! Allenfalls der FPÖ und einigen Journis, die irgendwas zum Schreiben brauchen und lieber über Personalia schreiben als über komplizierte Sachfragen. Eine Krise herbeischreiben – eine „wunderbare“ Idee.
Will das Zeiler selbst?
Zeiler ist jetzt 71; bei der nächsten Nationalratswahl 2029 wäre er schon 74. Regierungs- oder Oppositionsarbeit dann von 75 bis 80. Das kommt mir für einen Spitzenkandidaten zu alt vor. Die „Tagespresse“ hat das schon in satirischer Weise zusammengefasst: „71-jähriger Millionär will sich Lebensabend versauen“, haben die das dort genannt.
