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Michael Bürkle

verheerend …

… für die Schweizer Gletscher

Das Jahr 2026 sei ein verheerendes Jahr für die Schweizer Gletscher (bzw. gewesen). Das sagen Wissenschaftler wie Matthias Huss, der an der ETH Zürich als Glaziologe arbeitet und das Gletschermessnetz GLAMOS leitet. Ich vermute sehr, dass das nicht nur die Schweizer Gletscher betrifft; über Österreich habe ich derzeit aber keine aktuellen Daten. (Das derzeit bezieht sich auf gestern, den 1.10.; da ist der Artikel erschienen. Heute, am 2.10., sind aktuelle Daten aus Österreich das. Und sie sehen nicht besser aus als in der Schweiz.)

„Die Schweizer Gletscher verlieren weitere fünf Prozent ihres Volumens“ ist ein Bericht der Universität Zürich bzw. von GLAMOS überschrieben. Ich stelle mir die Frage, mit welcher Verzögerung die Katastrophe der Gletscher „unten“, im Tal – bei uns Menschen – ankommt. 20 Jahre? 10? 5?

Die Wissenschaftler:innen haben Ansätze für Antworten:

Gletscher haben eine wichtige Funktion im Wasserkreislauf der Schweiz. „Die Gletscher geben Wasser ab in trockenen und heißen Phasen, den Hitzewellen“, sagt Huss. „Diesen Sommer haben wir unglaublich viel Wasser aus den Alpen bekommen und konnten das unten dann brauchen – für die Bewässerung, für die Flussschifffahrt, für die Kühlung von Atomkraftwerken, aber auch für die Füllung der Speicherseen für die Stromproduktion in der Schweiz.“

So in etwa auch in Österreich – bis auf die Kühlung von AKWs. Die Hitzewellen haben in diesem Sommer Vieles ausgedörrt, aber wo wäre der Pegelstand der Flüsse und Seen gewesen, wenn mangels Gletschern gar kein Gletscherwasser nachgekommen wäre?

Da Gletscher als Wasserspeicher schon in absehbarer Zeit keine verlässliche Rolle mehr im Wasserkreislauf spielen könnten, ist man in der Schweiz auf der Suche nach Alternativen. Diskutiert wird beispielsweise, ob in den Bergen zusätzliche Speicherseen gebaut werden sollten, um Regenwasser im großen Stil aufzufangen und abzugeben.

„Zusätzliche Speicherseen“? Die könnten auch Strom in Form von Wasser speichern … Klar, technisch möglich, aber wie ist das mit dem Landschafts- und Naturschutz? Müssen wir dann mehr oder weniger jedes Gebirgstal mit Staudämmen zupflastern, nur um „unten“ noch Strom und Wasser zu haben? Und welches Wasser sollen diese Stausseen überhaut speichern, wenn es wieder so wenig regnet?

bessere Lösungen

Oder gibt es eine bessere Variante? Mit Photovoltaik, Windkraft und Wasserkraft (und Biomasse) und der Beendigung zusätzlicher CO2-Emissionen? Ja, die gäbe es, aber es ist dringend und drängend! (Laut österreichischer E-Control ist der Anteil erneuerbarer Energie in Österreich zuletzt zurückgegangen – weil Wasserkraft auch als erneuerbar gilt und der heiße & trockene Sommer die Kraft des Wassers gewaltig zusammengestutzt hat. Photovoltaik und Wind ersetzen das nicht so schnell.)

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