michael bürkle

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Michael Bürkle

Österreichs Hitzetote

Es gibt (natürlich) nur Schätzungen

Die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hat nun die Zahl der Hitzetoten für den Sommer geschätzt: sie kommt nun auf etwa 1.000 Menschen, die in Österreich im Sommer an der Hitze gestorben sind. (Genau schätzt die AGES für den „heißesten Sommer der Mess­geschichte“ 995 Todes­opfer mit einem „95-Prozent-Unsicherheits­intervall […] von 625 bis 1.276 Todesfällen“.) Ich denke, man kann mit Fug und Recht von einer Klima­katastrophe sprechen.

Das sind doch deutlich mehr als die 646 Todesopfer, die noch Anfang September geschätzt wurden; die Zahl hab ich schon damals für zu gering erachtet. Sie erscheint mir heute zwar als etwas realistischer, aber immer noch zu klein.

jeder ist einer zu viel. Und jede

1000 Hitzetote sind viel zu viel; wir sollten endlich ernste Schritte nicht nur in einer „Anpassung“ an den Klimawandel, sondern auch in einer Bekämpfung seiner Ursachen unternehmen. Wir sollten Treibhausgase reduzieren … das Problem dabei ist, dass das CO2 in der Atmosphäre lange dort bleibt, wir müssten uns also darauf konzentrieren, dass nicht noch mehr CO2 emittiert wird. Also Schluss mit Verbrennungsmotoren im Verkehr und in der Industrie.

Ist fehlende Klimapolitik eine Form von Massenmord? Oder einfach nur eine ungeheure Rücksichtslosigkeit?

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