Man muss ihm keine Träne nachweinen
Die „Führer“ des Nationalsozialismus haben es sich in den Alpen immer wieder gut gehen lassen. Am Obersalzberg bei Berchtesgaden gab es das Feriendomizil Hitlers; vom sog. „Kehlsteinhaus“ hatte ich bislang noch nicht gehört: aber es ist jetzt vermutlich nach einer Bransdstiftung niedergebrannt. Zuletzt war es ein Gasthaus mit angeschlossener Gedenksammlung. Da haben sich sicher auch späte Anhänger des „Führers“ versammelt – neben vielen harmlosen Ausflüglern.
Das Kehlsteinhaus war aus Sicht der Nazis Hitlers „Teehaus“, ein Nazi-Repräsentationsgebäude. Das Brand- und Löschgeschehen war komplex – auf einer Bergspitze. Das Löschen war gefährlich, lebensgefährlich. Trotzdem ist nach dem Löschen der Brand wieder aufgeflammt: „zimmerhohe Flammen“.
In Bayern überlegt man jetzt, ob und wie man das reparieren kann. Ich schlage vor es so zu lassen, wie es jetzt ist. So ist es ein hervorragendes Symbol. Was sagt es uns?
- Der Faschismus neigt zur protzigen Angeberei.
- Er zerstört und ist jetzt endlich selbst zerstört.
- Trotzdem muss man immer damit rechnen, dass ab und zu wieder etwas aufflammt.
- Aber insgesamt erzeugt er vor allem Ruinen.
Ja, so ist das.
