Schigebiete in den Alpen schließen
Immer öfter kommen Nachrichten, dass sich Schiegebiete nicht mehr rentieren. Der Klimawandel bzw. die Klimakrise haben die Bedingungen radikal geändert, berichtet t-online in „Deutsches Skigebiet zieht die Reißleine“. Obertitel: „Gibt keinen Winter im bisherigen Sinn mehr“.
Zu milde Winter, wenig Schnee, steigende Kosten: Die Betreiber des Skigebietes am Kolben in Oberammergau in den Alpen haben entschieden, den Winterbetrieb einzustellen.
„Die Niederschläge kommen immer mehr als Regen denn als Schnee“, hieß es zur Begründung. „In unserem Wintereinzugsgebiet südlich Münchens und Augsburgs gibt es keinen Winter im bisherigen Sinn mehr.“ Das Wasser für die Schneekanonen durfte zudem wegen niedriger Wasserstände immer öfter nicht mehr aus der Ammer entnommen werden.
Aber das ist nicht das einzige. „Am Jenner im Berchtesgadener Land seit der vergangenen Saison kein klassischer Skibetrieb mehr.“ Und es ist nicht nur Deutschland betroffen: „In Italien musste Europas letztes Sommerskigebiet, das Stilfser Joch auf 3.450 Metern Höhe, bis auf Weiteres den Betrieb einstellen“. Und „Schneemangel gibt es auch in der Schweiz: Dort musste das Skigebiet in Braunwald […] seinen Betrieb einstellen“.
Österreich ist offenbar noch nicht so weit
Aus Österreich werden da keine Beispiele aufgezählt. Ja, da wird noch um jede Schneeflocke gekämpft, sei sie vom Himmel oder aus der Kanone. Man glaubt, man muss ja auch: der gesamte Wintertourismus hängt am Schilauf und es ist den Verantwortlichen noch nicht viel Gescheiteres eingefallen. Wie sollen die Hoteliers ihre Schulden bei der Bank begleichen? Welche Jobs kann man da noch ausschreiben? Eine Katastrophe naht – oder ist schon da.
Der ÖSV, der Österreichische Schiverbang, sucht Lösungen bereits in Schihallen – wie in Dubai. „ÖSV sieht in Skihallen die Zukunft“, hieß es schon. Ich vermute, das wird das Sterben verlangsamen.
Es ist die Umwelt- und Wirtschaftspolitik vor allem der ÖVP, die diese Tourismus-Katastrophe herbeigeführt hat. Bis heute gilt: den Klimawandel nicht wahrhaben wollen und keine effektiven Schritte setzen – weder aus dem Wirtschafts- noch aus dem Landwirtschaftsministerium.
