Morgen gehen die Midterms zu Ende
Morgen, am 3.11., gehen in den USA die sogenannten „Midterms“ zu Ende, die Wahlen mitten in der Amtszeit des Präsidenten. Da wird an sehr vielen Stellen gewählt: das gesamte Repräsentantenhaus (435 Abgeordnete) wird neu gewählt; ein (gutes) Drittel des Senats (35 Senator:innen), der zweiten Kammer des Parlaments, ebenfalls. Und dazu Gouverneure (so was wie „Landeshauptleute“ in Österreich) und und und. Was nicht gewählt wird: der Präsident.
Trump 2.0 war fleißig auf Wahlkampftour durch viele Staaten. Die Umfragen standen nicht gut; er ist trotzdem gefahren und hat den Wähler:innen gesagt, sie sollen so tun, als ob er, Trump, auf den Stimmzeztteln stehe. Warum war das wichtig? Naja: bis jetzt hatten sowohl das Repräsentantenhaus (219:214[:2]) als auch der Senat (53:45[:2]) eine republikanische Mehrheit: damit war das Regieren für Trump 2.0 leicht. Die Exekutive hatte keine wirkliche Kontrolle durch die Legislative. Verliert er das „Haus“ und den „Senat“, wird es viel schwieriger für den Präsidenten. Ein Präsident ohne Mehrheit im Haus und im Senat sei eine „Lame Duck“, heißt es in den USA.
Jetzt stehen die Umfragen noch deutlich schlechter als vor ein paar Wochen. Vielleicht liegt es daran, dass tatsächlich viele Menschen sich vorstellen, dass Trump 2.0 auf dem Stimmzettel steht. Und die Wahlbeteiligung ist bereits jetzt schon gestiegen, denn gewählt wird als „Early Voting“ bereits seit Wochen. Die Umfragen schlecht, die Wahlbeteiligung hoch – was könnte das wohl heißen?
Übermorgen werden wir es sehen.
