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Michael Bürkle

Anschlag auf das Berliner Stromnetz

Ein linksextemes Bekennerschreiben?

Für den Anschlag auf das Berliner Stromnetz, der für einige Tage groß­flächigen Strom­ausfall und damit auch Ausfall von Heizungen bedeuten wird, zeichnet offenbar ein als „glaub­haft“ einge­schätztes „links­extremes“ Bekennerschreiben verantwortlich: „Dahinter steckt offenbar eine linksextreme Gruppe, die den Anschlag auf das Stromnetz für sich reklamierte.“ Man ordnet den Anschlag der „Vulkangruppe“ zu, die auch schon gegen die Tesla-Megafactory aufgetreten war.

Ich kann mir so ein Schreiben nicht als glaub­haft vorstellen. Es ist in keiner Weise „links“, im Winter großflächig der Einwohner­schaft Berlins Strom und Heizung zu entziehen. Das ist idiotisch oder dema­gogisch oder menschen­verachtend oder sonst abseitig, hat aber nichts mit links zu tun. Gegen den Tesla-Konzern? Da kann ich mir eher noch eine (wenn auch) abstruse Logik dahinter vorstellen.

Cui bono?

Die wichtigste Frage bei Kriminal­fällen ist: Cui bono? Wem nützt es?

Zunächst bewirkt ein groß­flächiger Strom- und Heizungs­ausfall im Winter die Gefahr von Erfrierungen. Dann natürlich auch eine allge­meine Verun­sicherung in der Bevölkerung. In dritter Linie bewirkt es auch Wut bis Hass auf die Täter, sobald es konkrete Verdachts­momente gibt. Wer hätte da was davon?

Ich halte einen derartigen Anschlag für einen typischen Akt einer „hybriden“ Kriegs­führung. Gewisse technische und organisa­torische „Kapazitäten“ treffen auf den Wunsch nach einer Verunsicherung der Bevölkerung. Wenn es da allenfalls noch „nützliche Idioten“ gibt, die man einspannen und denen man ein Bekenner­schreiben unter­jubeln kann, macht das die Sache leichter.


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