Wer verdient am hohen Ölpreis?
Da sind sich einige „kluge Köpfe“ in Österreich nicht einig. OMV-Chef Stern hat den Staat, die Republik für die hohen Benzin- und Diesel-Preise verantwortlich gemacht. Es seien vor allem Steuern und Abgaben, die den Spritpreis in die Höhe treiben.
Finanzminister Marterbauer widerspricht dem.
Sowohl die Mineralölsteuer als auch die CO2-Steuer seien „Mengensteuern“, sagte Marterbauer. Die Steuerlast werde pro Tonne berechnet und sei nicht abhängig vom Preis, der Staat verdiene daher nicht an den höheren Treibstoffpreisen.
Wird also das Rohöl teurer, sind Mineralöl- und CO2-Steuer kein Grund für höhere Preise an den Tankstellen. Die Umsatz- bzw. Mehrwertsteuer schon.
OMV-Mann Stern
Ich nehme an, dass einige „kluge Köpfe“ in Österreich sich von Interessen lenken lassen. OMV-Mann Stern sieht zunächst die Interessen des Konzerns, den er leitet. Das ist an sich richtig so. Und darum ruft er ein „Haltet den Dieb!“, wenn es um die Spritpreise geht. Aber die Mineralöl-, die CO2- und nicht einmal die Umsatzsteuer sind Ursachen für den plötzlichen Anstieg der Spritpreise, sobald irgendwo Schiffe aufgehalten werden.
Allerdings sollte OMV-Mann Stern nicht nur an die Interessen seines Arbeitgebers, sondern auch an die der Eigentümer denken. Und größte Eigentümerin ist die Republik Österreich – also „wir alle“ – mit über 30% des Aktienbesitzes. Der zweitgrößte Eigentümer ist auch ein Staat, allerdings einer mit anderen Interessen: Abu Dhabi mit nicht ganz 25%. Der Rest sind diverse Anleger und Streubesitz.
Öl, Steuern und Preise
Ich habe erstens nichts gegen eine Mineralölsteuer und eine CO2-Steuer. Die sind notwendig. Mineralöl ist ein problematischer Stoff, der besteuert gehört.
Ich habe auch nichts gegen eine Umsatzsteuer auf Mineralölprodukten.
Was ich nicht einsehe, sind Preissteigerungen auf , die zu einem „billigeren“ Zeitpunkt hergestellt worden sind. Das nennt man in Österreich und nenne auch ich „Körberlgeld“.

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