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Michael Bürkle

Demokratiewoche 2026

schon beinahe Tradition

Schon letztes Jahr gab es in der Woche vor dem Nationalfeiertag (26. Oktober) eine „Demokratiewoche“. Inspiriert war sie vom Wahlkampf 2024, der am 29.9. in ein „heikles“ Ergebnis mündete und der die FPÖ in Regierungsverhandlungen brachte. Die Regierungsverhandlungen waren die längsten bisher; sie zogen sich in 3 Phasen lange hin, bevor am 7. März 2025 die Regierung Stocker aus ÖVP, SPÖ und NEOS mit einem 234-seitigen Regierungsprogramm unter dem Motto „Jetzt das Richtige tun“ antrat.

Die erste Demokratiewoche 2025 war noch stark von diesen Ereignissen beeinflusst – von den Versuchen der FPÖ, in den Regierungsverhandlungen mit der ÖVP autoritaristische Elemente durchzusetzen. Die neue Demokratiewoche vom 19. bis zum 26. Oktober 2026 hat das noch im Hinterkopf, setzt aber etwas allgemeiner an – habe ich den Eindruck.

Demokratiewoche 2026

Als Demokratiewoche wird die Woche vor dem Nationalfeiertag vom Bündnis 2025 veranstaltet, einer Organisation aus vielen anderen, die in verschiedener Hinsicht mit Demokratie zu tun haben. Insgesamt finden in Österreich über 300 Veranstaltungen statt; da ist für jede und jeden etwas dabei. Man kann auf der Stirnseite der Veranstaltungen mit „Eventsuche“ nach Regionen filtern: „nahe Innsbruck Österreich“ findet man da immerhin 29 Veranstaltungen („events“) zwischen dem 19. und dem 26. Oktober.

Dabei ist da noch gar nicht alles dabei: es beginnt in Wien und Tirol mit Chor­konzerten am 19.10. um 18 Uhr: in Innsbruck sind das unter dem Titel „Viel­stimmige Demokratie“ 4 Chorkonzerte gleichzeitig. Es singen der (mir bisher völlig unbekannte) „Antifaschistische Hardchor“ vor dem Goldenen Dachl, „Cantomania“ am Bahnhof Messe, der „Chor der Vielfalt“ am Hauptbahnhof und „Margie Sackl & Jodelgruppe“ im Durchgang Stiftgasse.

Damit ist – wie es sich für die Demokratie gehört – ein „vielstimmiger“ Einsatz gesichert.

Wider den Autoritarismus

Unter dem Sammelbegriff Autoritarismus gibt es weltweit zahlreiche Bestrebungen, Demokratie abzubauen oder abzuschaffen, damit „im Unterschied zur Demokratie die politische Macht nicht bei der gesamten Bevölkerung liegt, sondern bei einer oder wenigen Personen“. Trump 2.0 ist die vielleicht drastischste Ausprägung, aber nicht die einzige. Sein „Kollege“ Putin ist ein etwas anderer Autoritarist, aber auch einer. Kickl und die FPÖ hätten alle Anlagen dazu; es ist gut, dass sie 2024/25 gescheitert sind. Auch die AfD in Deutschland ist autoritaristisch und anti-demokratisch; ihre Wahlerfolge verheißen nichts Gutes.

Ich sehe das schon so, dass die Demokratie heute global bedroht ist. Dabei wäre sie in Krisenzeiten wie diesen – Klimakrise/-katastrophe, Energiekrise, KI-Krise usw. – extrem wichtig. Demokratische Problemlösungen sind aus Erfahrung die eindeutig besseren. Verhandeln verbessert.

Autoritaristen abzuwählen ist schwierig, aber manchmal gelingt es – zuletzt in Ungarn.

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