Venezuela und Kolumbien
Die USA verdoppeln ihre Militäraktionen im Norden Südamerikas. Was ursprünglich als Aktion gegen den Drogenhandel in der Karibik vor Venezuela begann, verlagert sich nun auf den Pazifik vor Kolumbien. Ja: Kolumbien hat im Gegensatz zu Venezuela mächtige Drogenkartelle. Trotzdem ist das Abschießen von Booten und Menschen auf diesen Booten völkerrechtswidrig. Jetzt wird auch im Pazifik auf Menschen geschossen, ohne Beweise, auf reinen Verdacht. Mittlerweile sind in der Karibik und im Pazifik über 100 Menschen von den USA niedergeknallt worden.
Venezuela bleibt aber „interessant“ für die USA und Trump 2.0. Weniger wegen Drogen; die waren ein Vorwand. Venezuela ist in Bezug auf Drogen unbedeutend, hat aber Öl. Jetzt werden in der Karibik nicht mehr mutmaßliche „Drogenboote“ abgeschossen, sondern Öltanker besetzt und gekapert. Piraterie auf staatlichem Niveau.
Der „Hinterhof“
Die Zeit einer scheinbaren Augenhöhe ist vorbei. Die USA betrachten Lateinamerika wieder als ihren „Hinterhof“. Das hat eine lange Tradition im Imperialismus. Das Völkerrecht ist dort irrelevant; dort herrschen die USA.
Fehlt da noch was?
Am Ende „Massenvernichtungswaffen“? Die waren doch im Irak-Krieg so wichtig. Doch, ja: wir haben eine: eine „Droge“: Fentanyl. Ein „unentbehrliches Medikament in der Palliativmedizin“ (WHO) wird von den USA neuestens als Massenvernichtungswaffe geführt und als Argument gegen Lateinamerika verwendet.

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