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Michael Bürkle

Drogen im Pazifik

Venezuela und Kolumbien

Die USA verdoppeln ihre Militäraktionen im Norden Südamerikas. Was ursprünglich als Aktion gegen den Drogenhandel in der Karibik vor Venezuela begann, verlagert sich nun auf den Pazifik vor Kolumbien. Ja: Kolumbien hat im Gegensatz zu Venezuela mächtige Drogen­kartelle. Trotzdem ist das Abschießen von Booten und Menschen auf diesen Booten völkerrechts­widrig. Jetzt wird auch im Pazifik auf Menschen geschossen, ohne Beweise, auf reinen Verdacht. Mittlerweile sind in der Karibik und im Pazifik über 100 Menschen von den USA niedergeknallt worden.

Venezuela bleibt aber „interessant“ für die USA und Trump 2.0. Weniger wegen Drogen; die waren ein Vorwand. Venezuela ist in Bezug auf Drogen unbe­deutend, hat aber Öl. Jetzt werden in der Karibik nicht mehr mutmaßliche „Drogenboote“ abgeschossen, sondern Öltanker besetzt und gekapert. Piraterie auf staatlichem Niveau.

Der „Hinterhof“

Die Zeit einer schein­baren Augenhöhe ist vorbei. Die USA betrachten Latein­amerika wieder als ihren „Hinterhof“. Das hat eine lange Tradition im Imperialismus. Das Völker­recht ist dort irrelevant; dort herrschen die USA.

Fehlt da noch was?

Am Ende „Massen­vernichtungs­waffen“? Die waren doch im Irak-Krieg so wichtig. Doch, ja: wir haben eine: eine „Droge“: Fentanyl. Ein „unentbehrliches Medikament in der Palliativ­medizin“ (WHO) wird von den USA neuestens als Massen­vernichtungs­waffe geführt und als Argument gegen Lateinamerika verwendet.


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