Diesmal über Israels Polizeiminister
Weltweite Empörung regt sich über das Verhalten des rechtsextremen israelischen Pozeiministers Itamar Ben-Gvir. Er hatte durchaus friedliche Aktivist:innen einer Gaza-Hilfsflotte öffentlich gedemütigt und gewalttätig behandeln lassen.
Aus allen möglichen Ländern kamen Proteste. Sogar der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien, Oskar Deutsch, verlangte auf Facebook „Minister Ben-Gvir ist inakzeptabel. Punkt“. (Und Oskar Deutsch verteidigt Israel normalerweise, so lange es nur geht.) Auch der Zentralrat der Juden in Deutschland distanziert sich von Ben-Gvir.
Das Problem
Das Problem ist nicht Ben-Gvir (allein); er ist kein Einzelfall. Das Problem ist, dass in Israel eine rechtsextrem-ultraorthodoxe Regierung herrscht, die fortwährend völkerrechtswidrige und gewalttätige Aktionen gegen Palästinenser:inen toleriert und auch selbst anzettelt, ja vom Militär durchführen lässt. Zu den Schreibtischtätern (mindestens!) gehört da u.a. auch der frühere Verkehrsminister und jetzige Finanzminister (!) Bezalel Smotrich. In der israelischen Regierung sind aktive Rassisten am Werk und das kann nicht gut gehen. Sie verhalten sich, wie sich Rassisten überall in der Welt verhalten: gegen elementare Menschenrechte.
Das Problem ist durch einen Rücktritt dieser Regierung und durch Neuwahlen zu lösen – in der Hoffnung, dass auch die große Mehrheit der israelischen Bevölkerung die Nase von dieser Politik gestrichen voll hat und versteht, dass rechtsextrem-ultraorthodoxe Politiker dem Staat Israel (und dem Volk Israel) großen Schaden zufügen.
Ich weiß, dass Jüdinnen und Juden in aller Welt und auch in Israel Besseres kennen und können.
