… fürs 20. Jahrhundert
Das E-Werk Reutte möchte eine „Verbesserung bestehender Kraftwerksanlagen“ erreichen und plant dazu einen schweren Eingriff in ein Natura-2000-Gebiet. Ca. 50 bis 80 Prozent des Wassers aus dem Namloser Bach sollen für das E-Werk abgezweigt werden.
Der Namloser Bach sei – lese ich – bisher unberührt; ein derartiger Eingriff in seine Wasserführung wäre irreparabel. Das ist offensichtlich.
Es hat sich auch schon eine Bürgerinitiative dagegen gegründet; sie wird auch vom WWF unterstützt. Toni Knittel („Bluatschink“), Dr. Reinhard Uhrig (WWF) und Toni Innauer sorgen u.a. für Öffentlichkeit. Es gibt auch bereits eine Online-Petition auf „openPetition“; ich habe unterezeichnet.
an sich …
Gegen „bessere Kraftwerksanlagen“ spricht an sich nichts, aber das mit der Zerstörung eines naturgeschützten Bachs zu veranstalten, ist das Denken des 20. Jahrhunderts. Wir sind aber seit 26 Jahren bereits im 21. Jahrhundert. Da hat sich in der Stromerzeugung doch schon einiges geändert. Das E-Werk Reutte könnte z.B. versuchen, mit Photovoltaik und Windkraft seine Produktionen aufzuwerten.
Ist eine Kraftwerksanlage wirklich veraltet, sollte man sie up-to-date bringen; man kann das Problem aber nicht mit neuen Wasserquellen beheben.
