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Michael Bürkle

fashion: fast vs. fair

Was man tun kann

Ein Trend im Modebusiness ist „fast fashion“, sogenannte „schnelle Mode“. Da werden Kleidungsstücke sehr schnell produziert und vermarktet – und geraten genau so schnell in den Müll. Dessen Entsorgung findet dann meist wieder im „globalen Süden“ statt und verursacht dort massive ökologische Probleme.

Das glatte Gegenmodell ist „fair fashion“: sozial- und umweltverträgliche Kleidung. Die kann man kaufen. In mittlerweile einigen Fair-Trade-Geschäften – wie z.B. im Weltladen Innsbruck, wo ich ehrenamtlich Kassier bin – bekommt man sie. Man achte auf entsprechende Siegel, z.B. das FairTrade-Siegel:

Wichtig ist auch noch das GOTS-Siegel, für „Global Organic Textile Standard“:

Im Zweifel bitte im Geschäft nachfragen – es gibt einige Siegel, die Ähnliches garantieren. Die Clean Clothes Kampagne hat kein eigenes Siegel.

Ich denke, man muss sich individuell entscheiden und kann aber von der Politik Hilfe­stellungen verlangen. (Ähnlich wie beim Klima­­wandel: man kann auch dort selbst aktiv werden und muss trotzdem von der Politik Maßnahmen fordern.) Der „Südwind“, eine umwelt- und entwicklungs­politische NGO hat dazu eine Unterschriftenaktion gestartet. Ich habe heute davon gehört und trage das gerne weiter; ich habe gerade unterzeichnet.

Texte dazu

Abstract auf der Südwind-Seite:

Die Modeindustrie betreibt Ausbeutung nach Design. Sie ist einer der größten Ver­ursacher von sozialer Ungerechtigkeit, Umwelt­­­zerstörung und Klima­­­schäden. Wir fordern einen Maßnahmen­­­plan für eine gerechte Mode­industrie!

Ja, ich denke, das stimmt so.

Forderungen:

Als Konsument:innen und Bürger:innen gehen uns die Misstände in der Mode­industrie alle etwas an. Daher fordern wir von der Bundesregierung – insgesondere von Sozial­ministerin Korinna Schumann und Wirtschafts­minister Wolfgang Hattmannsdorfer – einen konkreten Maßnahmen­plan für eine gerechte Modeindustrie. Dieser muss folgende sechs Punkte umfassen:

  1. Ein Just Fashion-Fonds – ein Anreizsystem für gerechte Mode
  2. Verbraucher:innen stärken, Manipulation verhindern
  3. Konzern- und Plattformverantwortung einfordern
  4. Zwangsarbeit beenden!
  5. Müllverschiffung stoppen!
  6. Einrichtung einer Just Fashion Taskforce

(Erklärung: „just fashion“ wäre „gerechte Mode“, also „noch nicht ganz fair“.)

Unter Unsere Forderungen im Detail werden die Forderungen noch erläutert und in Beziehungen gesetzt.

Überlegung

Ob die österreichischen Minister:innen Schumann und Hattmannsdorfer ideale Adressat:innen sind, weiß ich nicht. Vielleicht müsste man an eine breitere, europaweite Kampagne denken.

Was am 1.7. schon passiert ist: ein Verminderung der Mehrwertsteuer auf wichtige Lebensmittel und dafür eine Paketabgabe von großen Online-Händlern. Die betrifft sicher auch sehr oft „fast fashion“.


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