michael bürkle

texte … zu bildung, politik und ähnlichem und die einladung zur diskussion …

Michael Bürkle

Das fossile Problem …

… wird auf Dauer noch viel größer werden

Wir haben einen Krieg; der Erdöltransport ist z.T. behindert; 20% der Öllieferungen kommen derzeit nicht durch die Straße von Hormus – und sofort steigen die Spritpreise. Und zwar deutlich stärker als die Ölpreise selbst. Und obwohl das Erdöl für den Sprit, der jetzt verkauft wird, schon lange vorher noch viel billiger eingekauft worden ist. Bei der Weitergabe von Preiserhöhungen ist die fossile Industrie extrem flott; bei der Weitergabe von Preissenkungen reagiert sie bloß verhalten. Wir sehen das regelmäßig. (Ich seh es relativ entspannt aus der Ferne: ich habe keine Gasheizung, kein Auto und schon gar keinen Verbrenner mehr. Mir ist das – beinahe – wurscht.)

Aber das ist nur ein Vorgeplänkel zur Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise auf Dauer. Erdöl wird tendenziell immer knapper werden; das Angebot sinkt deshalb; wenn die Nachfrage nicht ebenso sinkt, werden die Preise steigen. Unaufhaltsam und langfristig.

Wer auf den Verbrennermotor setzt, wer also die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen hoch hält, begibt sich auf ein technologisches Abstellgleis. Das wird immer teurer werden. Die Verbrennertechnologie ist am Sterben. Noch ist sie nicht ganz hin.

Man kann das bei jeder kleinen Ölkrise – wie jetzt bei der um die Straße von Hormus – sehen und üben. Wir haben nur endlich viel Erdöl und Erdgas auf dem Planeten; diese Treibstoffe werden zu Ende gehen und einige Zeit vor dem Ende werden sie immer teurer, ja irrsinnig teuer.

Eine Gesellschaft, die das nicht kapieren will oder kann, wird sich an saftige Inflationsraten gewöhnen müssen.

Was ist die Alternative?

Sonnenenergie. Entweder als Photovoltaik oder als Windenergie. Sonne haben wir noch ein paar Milliarden Jahre mehr als genug.

Wer spinnt?

Politiker, die immer noch den Verbrennermotor propagieren, sind verrückt oder bösartig oder dumm. Sie spinnen.


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