michael bürkle

texte … zu bildung, politik und ähnlichem und die einladung zur diskussion …

Michael Bürkle

Frankreich gegen ultra fast fashion

Steuern steuern. Dazu sind sie da.

Frankreich hat offenbar vor, ernste Maßnahmen gegen einen „Trend“, der sich „ultra fast fashion“ nennt, zu ergreifen. „ultra fast fashion“ ist sehr billig – was den Preis betrifft, besonders aber auch, was den Wert, die Qualität betrifft. Durch ultra fast fashion entsteht extrem viel textiler Müll; sie ist …

ein Geschäftsmodell […], „das darauf beruht, dass ein Kleidungs­stück in Rekordzeit von der Geschäfts­fläche in den Mistkübel wandert“, so der französische Umwelt­staats­sekretär Mathieu Lefevre

Monsieur Lefevre übertreibt da kaum; das ist sehr realistisch. Außerdem sollte man vielleicht noch an die Ausbeutung v.a. asiatischer Arbeiter:innen denken, die den Schund unter „billigen“, also miserablen Arbeits­bedingungen produzieren müssen.

Statistisches …

Der französische Markt wird laut einem parlamentarischen Bericht jährlich mit 3,3 Milliarden Kleidungsstücken übers­schwemmt, eine Milliarde mehr als noch vor zehn Jahren. Im Schnitt kommen auf jeden Einwohner bzw. jede Einwohnerin jährlich 48 neue Kleidungs­stücke. Das führt dazu, dass Gewand immer schneller weggeworfen wird – in zwei Dritteln der Fälle wären die Sachen noch brauchbar.

Das wird in Österreich nicht viel anders sein. Und das ist nicht gesund, weder für das Individuum noch für den Staat.

Steuern!

Begonnen wird mit Steuern wie „50 Cent für Unterhosen und Socken, zwei Euro für ein T-Shirt und neun Euro für Jeans“; bis 2030 sollen diese Sätze aber allmählich steigen.

Ich find das gut – und nachahmenswert.


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