Bedenklicher Rückgang von Friedensmissionen
Viele reiche Menschen werden immer reicher. Unermesslich reich. Ihre Namen kennen wir zum Teil. Viele Staaten müssen aber ziemlich sparen – auch Österreich. Offenbar geht die globale Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auf.
Das macht sich auch bei den internationalen Friedensmissionen z.B. der UNO stark bemerkbar. Ein ziemlich reiches Land – die USA – will keine Mitgliedsbeiträge mehr zahlen; andere Länder tragen zwar noch finanzielle Mittel bei, haben dabei aber immer größere Probleme.
Ein am Freitag veröffentlichter Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts (SIPRI) zeigt einen teils drastischen Rückgang von Missionen und Einsatzkräften. Besonders besorgniserregend ist der Rückgang von Missionen der Vereinten Nationen.
In Einsatzkräften muss man seit 2016 einen Rückgang von 50% feststellen.
Im Jahr 2025 waren knapp 79.000 Einsatzkräfte in Friedensmissionen aktiv – das ist ein Rückgang von 50 Prozent gegenüber 2016 und die niedrigste Anzahl seit mindestens 25 Jahren.
Das Ganze wäre kein Problem, wenn unsere Welt an sich friedlicher geworden wäre und also weniger Friedendsmissionen nötig wären. Das ist aber – wie man unschwer beobachten kann – keineswegs so. Der Bedarf an Friedensmissionen ist nicht kleiner geworden.
Nimmt der Egoismus zu – im Kleinen wie im Großen?
