Photovoltaik-Paneele auf einem Gemüsefeld?
Ein Milser Unternehmer besitzt ein Gemüsefeld, besser gesagt: eine „landwirtschaftliche Vorsorgefläche“, die er an Gemüsebauern verpachtet hat. Nun ist er auf die Idee gekommen, diesen Acker doppelt zu nutzen, indem er da Solarpaneele aufstellt. Senkrecht, damit sie besonders morgens und abends Strom liefern – und damit man sich zwischen den Paneel-Reihen bewegen kann. Man kann also ohne Weiteres dazwischen Gemüse anpflanzen. Derzeit läuft ein naturschutzrechtliches Verfahren.
Aber die „Milser Bürgermeisterin Daniela Kampfl lehnt das Projekt ab und warnt vor möglichen Folgen über die Gemeindegrenzen hinaus“. Das könne „Schule machen“! Auch die Ortsbauern sind dagegen: „wertvolle Ackerflächen [würden] verbaut“ und „das Ortsbild [würde] darunter leiden“. Die Landesregierung hält sich einstweilen noch zurück, meint aber, „wir haben nicht so viel Fläche und wir müssen mit dieser Fläche sehr sorgsam umgehen“.
Genau! Wenn man – wie im gebirgigen Tirol – nicht so viele Flächen hat, ist es vernünftig, sie mehrfach zu nutzen – solange das nicht Schäden produziert. Die „Argumente“ der Ortsbauern sind schwer nachvollziehbar: Inwiefern schaden Solarpaneele dem Ortsbild? (Machen sie einen „zu modernen“ Eindruck?) Inwiefern werden Ackerflächen „verbaut“, wenn man auf diesen Flächen weiterhin Gemüse pflanzen kann?
Oder ist es einfach eine Variante des „Beamten-Dreisatzes“? „des hammer immer so g’mocht. des hammer no nia so g’mocht. do kannt a jeder kemmen.“
Im November kommt es nun zu einer „Verhandlung nach dem Tiroler Elektrizitätsgesetz“. Schaumermal.
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Ich kann nicht beurteilen, ob die Pläne für die 15 ha große Solaranlage völlig ausgereift sind. Ich weiß, dass es Argumente für eine senkrechte Aufstellung von Solarpaneelen gibt. Mir geht es eher um die „Qualität“ der „Gegenargumente“, die mir an den Haaren herbeigezogen erscheinen.
Was darf um Solarpaneele herum geschehen? Dürfen Autos drunter parken? (Vermutlich schon.) Darf Gemüse wachsen? Dürfen Schafe weiden?
