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Michael Bürkle

Vielleicht die größte …

Hausdurchsuchungen bei Gusenbauer

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat nun in Wien und Niederösterreich Hausdurchsuchungen beim ehemaligen Signa- (bzw. Benko-) Aufsichtsrat Gusenbauer unternommen.

Dieser Gusenbauer ist vielleicht die größte politische Enttäuschung meines Lebens. Alfred Gusenbauer (geb. 1960) war u.a. Angestellter der SPÖ (1981-1990) und Vorsitzender der Sozialistischen Jugend (1984-1990); von 2000 bis 2008 war er SPÖ-Bundesparteivorsitzender, von 2007 bis 2008 war er SPÖ-Bundeskanzler.

In den letzten Jahren hat er sich aber vor allem als hochbezahlter „Manager“ im Firmengeflecht des Singa-Pleitiers Benko bemerkbar gemacht, u.a. als Aufsichtsratsvorsitzender. Er hat für nicht nachvollziehbare Beratertätigkeiten sehr viel Geld eingestreift und gibt vor, von den obskurzen Machenschaften Benkos nichts bemerkt und begriffen zu haben – also ob das nicht die Kernaufgabe eines Aufsichts-Rates gewesen wäre.

zwangsläufig korrupt?

Für mich ist Gusenbauer ein Mensch, der demonstriert, wie ein an sich vernünftiger junger Mensch durch Macht und Geld (viel Geld!) korrumpierbar und korrupt wird. Das ist nicht zwangsläufig so; es gibt viele, die nicht korrupt werden. Aber bei Gusenbauer ist es der Fall.

Ich verstehe die österreichische Sozialdemokratie nicht, dass sie so einen „Manager“ immer noch als Mitglied führt.


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