Die Zukunft kommt. Rechtzeitig?
Der österreichische Stahlkonzern voestalpine baut in Linz ein neues Stahlwerk: einen „Elektrolichtbogenofen“. Der wird „Grünen Stahl“ produzieren, also eine Stahl-Produktion ohne Treibhausgase: kein Öl, keine Kohle, kein Gas.
Die voestalpine will 1,5 Milliarden Euro in das neue Werk investieren und durch dieses Werk 30 Prozent der derzeitigen Emissionen vermeiden. Das wäre sogar für Österreich eine gewaltige Emissionsersparnis von 5 Prozent. Man sieht, wie viel die Industrie da ausmacht.
Das neue Werk soll bereits im Frühling 2027 in Betrieb gehen. Für den Betrieb benötigt so ein Elektro-Ofen viel Strom. Gut, dass wir in Österreich mittlerweile Tausende Stromproduzent:innen haben, die auf ihren Dächern Strom-Überschüsse produzieren. (Ich gehöre da dazu. Und schade, dass es erst wenige Windkraftanlagen gibt.) Aber jedenfalls sollte unser Wirtschaftsminister dafür sorgen, dass es für diese Strom-Überschüsse dezentrale Speicher und schnelle Leitungen gibt.
Die Zukunft kommt. Die Frage ist nur: kommt sie noch rechtzeitig?
