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Michael Bürkle

Der Klimawandel heißt auch Chikungunya

Eine Tropenkrankheit

Chikungunya ist ein Virus, das an sich in Afrika heimisch ist.

Chikungunya verursacht Fieber und starke Gelenkschmerzen. Andere häufige Symptome sind Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit und Hautausschlag. Meist heilen sie binnen weniger Tage aus, in manchen Fällen halten die Gelenkschmerzen jedoch Wochen, Monate oder sogar Jahre an. Tödlich ist Chikungunya nur selten.

Der Name stammt aus Tansania und bedeutet so etwas wie „gekrümmt gehend“. Die Menschen werden von ihren Schmerzen gekrümmt. Die ursprünglich afrikanische Krankheit breitet sich aus, nach Westen, Osten und Norden: derzeit wurde sie schon in 110 Ländern beobachtet. Seit 2007 ist sie in Italien und breitet sich durch den Klimawandel in Europa aus. Verbreitet wird sie besonders durch Asiatische Tigermücken, die es jetzt auch schon bei uns gibt.

Es gibt Impfungen dagegen; trotzdem nehmen die Erkrankungen in Europa jährlich um ca. 25% zu.

Chikungunya sei „für Europa problematischer als gedacht“: Das Virus könne sich bei niedrigeren Temperaturen ausbreiten als bisher bekannt, berichtet ein Forschungsteam. Wahrscheinlich sei im Sommer und Frühherbst eine Übertragung in weiten Teilen Europas möglich.

Andere Tropenkrankheiten

Chikungunya kommt in Begleitung, nicht alleine. Auf den gleichen Wegen kommen auch andere Tropenkrankheiten nach Europa: das Dengue-Fieber, das Zika-Virus, das West-Nil-Fieber und die Malaria. Oder auch Ebola. Wobei sich das Ebola-Virus bei der Verbreitung selbst etwas im Weg steht, weil es viele Erkrankte, die es potenziell weitergeben könnten, umbringt.

Wir werden uns darauf einstellen müssen, wir werden uns umstellen müssen. Oder wir stellen unsere Art des Wirt­schaftens um. Oder womöglich beides, wenn wir schon dabei sind.

Klimaschutz schützt nicht nur das Klima, sondern auch uns Menschen.


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