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Michael Bürkle

Ein Kolumbus für Trump 2.0

„amerikanisch, tapfer, visionär“

US-Präsident Trump 2.0 hat sich einen Wunsch erfüllt: er hat sich vor dem Weißen Haus eine Statue von Christoph Kolumbus aufstellen lassen.

Warum? Trump bezeichnete Kolumbus in einem am Sonntag veröffentlichten Brief als „den ersten amerikanischen Helden und einen der tapfersten und visionärsten Männer, die je auf Erden gelebt haben“.

Tja …

Kolumbus war nicht Amerikaner, er war Europäer. Genauer: er war Italiener. Noch genauer: er war ein italienischer Migrant oder „Gastarbeiter“ in spanischen Diensten. Er war tatsächlich visionär: er glaubte, den „anderen“ Seeweg nach Indien entdeckt zu haben. (Deswegen nennen manche Leute die Indigenen Amerikas heute noch Indianer.) Gekommen ist er bis in die Karibik und zuletzt nach Mittelamerika; von der Ausdehnung dessen, was er da „entdeckt“ hatte, hatte er zeitlebens keine Ahnung.

Von wegen „Entdeckung“ …

Schon ca. 10.000 Jahre vor Kolumbus hatten asiatische Völker Amerika „entdeckt“ und besiedelt. Die ersten Europäer in Amerika waren vermutlich Wikinger ca. 500 Jahre vor Kolumbus; die waren weiter als bis Grönland gekommen.

Kolumbus ist ein wahrer Vorläufer von Trump 2.0. Er hatte keine tiefere Ahnung und brachte mit seiner Sturheit die Welt in ein einziges Chaos, bei dem die Reichen reicher und die Armen ärmer wurden (oder ausstarben).


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