Markus Koschuh, ein Tiroler Kabarettist
Markus Koschuh, m.E. der wichtigste politische Kabarettist Tirols, hat auf seiner web site den folgenden Text pbubliziert. Ich darf ihn zitieren:
Österreich.
Du Land mit einem Parteivorsitzenden der gehen muss, weil er das tut und sagt und schon immer tat und sagte, für was diese Partei steht.
Kann man schwer erfinden.
Österreich.
Du Land das sich so sehr wünscht, dass mal einer die Sorgen und Nöte der Menschen versteht oder zumindest verstehen will – und dann gibt’s einen und es ist auch wieder nicht recht.
Österreich.
Du Land mit einem bald ehemaligen Parteivorsitzenden, der vom Boulevard zum Abschuss freigegeben wurde, weil er sich mit ihm anlegte. Und wie. Man muss Andreas Babler nicht mögen, um ihm dafür höchsten Respekt zu zollen.Das „Babler“-Paket hätte den Politik machenden Boulevardmedien echt weh getan.
Es hätte für mehr Qualität im Journalismus gesorgt.
Es hätte das leidige Thema von Berichterstattung/Kampagne gegen Parteiinserate zu lösen versucht.
Es hätte Journalistinnen und Journalisten sehr geholfen, ihre oft für die Politik unbequeme Arbeit zu tun. Das hätte vielleicht auch irgendwann dem bald ehemaligen Parteivorsitzenden weh getan. Er wollte es trotzdem.
Die ÖVP hat schließlich „Njet“ gesagt. Wohl, weil sie den Boulevard noch braucht.
In medias res: Gute Nacht, Österreich
Ich finde den Text brilliant. Danke!
Ich stimme nicht ganz mit der coclusio des Texts überein: Andreas Babler bleibt ja Medienminister. Ich habe deshalb die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass das Gesetzespaket für eine qualitätsorientierte Medienförderung und für mehr Qualität im Journalismus doch noch kommt.

Andreas Babler bleibt ja Medienminister. In dieser Aussage fehlt ein sehr wichtiges Wort: „noch“ Weil wenn Babler Medienminister bleiben sollte, dann werden die Anwürfe diverser Medien wohl eben nicht aufhören, sondern die Anwürfe werden weitergehen, um die von Babler geplanten Reformen endgültig zu Fall zu bringen. Wen ich dabei übrigens besonders schäbig finde, ist der Standard. Weil der ist bei der Hetze gegen Babler genauso schon von Anfang an voll dabei wie der Boulevard, der einzige Unterschied war und ist der Tonfall, sprich: „kritische“ Kommentare im Standard befleißigen sich nur einer etwas gewählteren und weniger „g’scherten“ und schrillen Ausrdrucksweise als… Mehr »
ui, das ist ja lang. da kann ich nicht auf alles eingehen. es fehle eine „noch“. das kannst du selbst bei jedem politiker einfügen. stocker ist noch kanzler; kickl ist noch klubobmann; guterres ist noch generalsekretär. mir macht es jedenfalls hoffnung, dass babler medienminister ist, „noch“. in bezug auf den standard teile ich deine einschätzung nicht. der standard hat in den letzten monaten auch meiner ansicht nach an qualität eingebüßt (dazu hat man sich auch den riedmann geholt), er ist aber immer noch um größenordnungen besser als krone & heute & … da ist kein vergleich. ich empfinde seine berichterstattung… Mehr »