Man sitzt in Genf
Die Verhandler für eine bessere Version eines Friedensvertrags für die Ukraine tagen in Genf. Ob bei „Mehr Sicherheitsgarantien in neuem Entwurf“ ein besseres Ergebnis für die Ukraine drin ist, ist die Frage: „mehr Sicherheitsgarantien“ heißt ja nicht „weniger Gebietsverluste“. Ich bin gespannt.
Seitens der USA war die Rede von „enormen Fortschritten“, auch die Ukraine zeigte sich zufrieden. Mit Informationen zum Inhalt hält man sich bisher bedeckt.
Offenbar lernen die Verhandler dazu und berichten die Zwischenstadien des neuen Verhandlungspapiers für Russland nicht brühwarm dem Kreml. Im Kreml sitzt Putin und ist sicher schon sehr interessiert, wie sehr das neue Verhandlungsangebot der NATO (?) / der USA (?) / der EU (?) / der Ukraine (?) vom Trump-2.0-Vorschlag abweicht. Wenn es zu sehr abweicht, wird er sagen, dass er doch lieber auf der Basis des ersten, des Trump-2.0-Entwurfs verhandeln möchte. Oder er wird einfach lächelnd absagen und auf die Widersprüche der Papiere hinweisen.
Außerdem …
Außerdem fragt sich Putin sicher, wer jetzt hinter dem Friedensplan nach Trump 2.0 steckt. Es bestehen „Widersprüche bei [der] Urheberschaft“. Das sei schon „unser“ Plan, meint Außenminister Rubio; „es handelt sich nicht um unsere Empfehlung, es ist nicht unser Friedensplan“, sagt der republikanische Senator Mike Rounds unter Berufung auf Rubio.
Wieder einmal ist auf Seiten Trumps 2.0 alles sonnenklar. Wer sich so gut auf Verhandlungen vorbereitet, ist sicher ein hoch willkommener Verhandlungspartner.

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