michael bürkle

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Michael Bürkle

Nepal bittet zur Kasse

Ein Bericht des Spiegel

Spiegel-Wissenschafts­redakteurin Susanne Götze berichtet, dass Nepal nach der Flutkatastrophe Entschädigungen von Ländern mit hohem CO2-Ausstoß einklagen will.

Die Adresse der Klage ist der „Loss and Damage Fund“ („FRLD“) bei der Weltbank, der 2022 auf der Weltklimakonferenz (COP27) prinzipiell beschlossen worden ist und auf der COP28 2023 „operationalisiert“ worden ist. Das Haupt­problem: Der Fonds hat zu wenig Geld; Industrie­länder haben bis jetzt an die 700 Millionen Dollar eingezahlt; nun stellt sich der Bedarf als sehr viel höher dar. (Ist ja auch klar, dass man mit 700 Millionen nicht die Klimaschäden reparieren kann: nicht annähernd!)

Ich finde es verständlich und vernünftig, dass Nepal, das in Summe sehr wenig zu den CO2-Treibhausgas­emissionen beiträgt, von den Ländern, die Haupt­emittenten sind, Schadens­ersatz einklagt. Das wäre nur gerecht. Ich fände es auch wichtig, von „freiwilligen Einzahlungen“ beim „Loss and Damange Fund“ wegzukommen: das sollte ein fixer Anteil am BIP sein.

Es würde auch Politiker:innen animieren, mit ihrer Politik weniger zu den Emissionen beizutragen. Bisher hört man immer das „Argument“ der Kleinheit: „wir sind so klein, unser Beitrag nützt nichts“. Das ist ein „Argument“ der Kleingeistigkeit und der Kleinlichkeit.

Konjunktive

wäre, fände, sollte, würde: Leider finden solche Überlegungen zu (Welt-)Klima & (internationalem) Recht fast nur im Konjunktiv statt.


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