michael bürkle

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Michael Bürkle

Rechtsextreme Gewalt in Leoben

Überfall auf einen Taxilenker

Im Rahmen eines „Stiftungsfests“ der deutschnationalen Burschenschaft „Leder“ in Leoben soll es zu einem gewalttätigen Angriff auf einen Taxilenker gekommen sein. Der Lenker wollte 3 Taxigäste nicht chauffieren, die rechtsextreme Parolen riefen, u.a. „Heil Hitler“.

Zu dieser Zivilcourage ist dem Lenker zu danken und zu gratulieren. Ich mache das hiermit gerne!

Der Lenker hat offenbar den Notruf betätigt; darauf sollen die Taxigäste auf den Lenker losgegangen sein und ihn gewürgt und getreten haben.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Burschenschaftler und / oder Identitäre (bzw. gegen identitäre Burschenschaftler).

Wir lernen daraus

Die deutschnationalen Burschenschaften – wie die Leder eine ist (s.o.) – sind immer noch eine Quelle von Nazi-Gedankengut und Nazi-Wiederbetätigung; es gibt offensichtlich zwischen den traditionellen Burschenschaften und dem etwas „moderneren“ Ansatz der Identitären Durchlässigkeit und Überschneidungen. Mitglieder beider Organisationen haben in einer Tätigkeit im Parlament m.E. nichts verloren und sind ein Sicherheits­risiko für die Republik Österreich. Das muss auch der FPÖ klar werden, die immer wieder Burschenschaftler und Identitäre als Mitarbeiter beschäftigt.

Wir lernen auch: Burschenschaftler und Identitäre sind gewaltbereit – v.a., wenn sie sich genug „Mut angesoffen“ haben. Bier spielt in den Burschenschaften traditionell eine wichtige Rolle.

Die Universität

Die Montanuniversität Leoben zeigt sich entsetzt und „distanziert sich“. Der Rektor der Montanuni, Peter Moser, sagte am Montag:

Wie kommen wir als Universität, wie kommen unsere Studierenden, wie kommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu, mit solch einer Thematik in Verbindung gebracht zu werden? Wie kommen wir dazu, uns so anpatzen zu lassen? Wir als Montanuniversität haben mit dieser Thematik nichts, aber schon gar nichts zu tun.

Ja, das sehe ich schon auch so. Aber:

Es ist die Burschenschaft Leder, die die Verbindungen zur Montanuni immer wieder herstellt. Im sog. „Bierauszug“ wird der Kontakt zur Universtiät und zur Stadt als institutionalisiert behauptet. Es ist an der Uni und an der Stadt, solche besoffenen Traditions-Kontakte nicht zuzulassen. Wer in Leoben „Heil Hitler!“ schreit, soll sich nicht durch die Öffentlichkeit gestützt vorkommen.


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