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Michael Bürkle

Der Russland-Ukraine-Krieg 2026

Im Schatten des USA-Iran-Kriegs

Im Schatten der Blockade der Straße von Hormus, die europäische Energiepreise massiv beeinflusst hat, ist der Russland-Ukraine-Krieg beinahe in Vergessenheit geraten.

Aber es ist nicht nur die Tatsache, dass der Krieg in der Ukraine für Europa nicht so spürbare Folgen gehabt hat: es ist auch die Tatsache, dass sich die Meldungen aus der Ukraine fast schon monoton wiederholen. Die Russen bombardieren ukrainische Städte wie schon seit Monaten, aber es gibt offenbar wenig Bewegung zwischen den Fronten. Es tun sich „Niemandslande“ auf, in die niemand kann, weil diese Gebiete von Drohnen auf beiden Seiten peinlich genau überwacht werden. Der Krieg ist offenbar stationär geworden, allfällige Berichte über Gebietsgewinne halten sich fast die Waage; manchmal rücken offenbar ukrainische Truppen vor.

Der Drohnenkrieg im Hinterland

Ein Ding ist anders: heute als „Ukraine greift erneut Moskauer Raffinerie an“ sichtbar. Die Ukraine ist dazu fähig geworden und dazu übergegangen, das russische Hinterland mit Drohnen und Raketen zu beschießen und dabei vor allem russische Infrastruktur – hier eine Ölraffinerie bei Moskau! – anzugreifen.

Die ukrainische Drohnen-Kompetenz hat sich international herumgesprochen; sie wird z.B. auch in anderen Ländern nachgefragt.

Was ist das Hindernis für Frieden?

Russland hat sich statt in eine beschränkte Militär-Operation in einen Krieg begeben, dem sich die russische Wirtschaft nolens volens unterordnen muss. Es wird schwierig sein, diese Kriegswirtschaft ohne entsprechende Kriegsgewinne in eine Friedenswirtschaft zu transferieren. Das könnte russische Machtstrukturen mehr in Frage stellen als eine Weiterführung der Kriegslogik: Putin ist vermutlich klug genug, um zu sehen, dass die Situation völlig verfahren ist. Aber das zuzugeben würde seine Position in Russland massiv in Frage stellen.


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Whisker
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1 Monat alt

> Der Krieg ist offenbar stationär geworden Äh, nein – da sagen die Fakten was anderes. Erstens: Seit ca. Juni 2025 übersteigen die russischen Verluste in der Ukraine die Anzahl der neuen Rekruten, d.h. die russischen Streirkräfte schrumpfen seit mittlerweile fast einem Jahr. Und wenn einem auf solche oder andere Art und Weise die Soldaten ausgehen, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis man einen Krieg zwangsweise verloren hat. Weil ohne Soldaten kann man keinen Krieg führen. Zweitens: Russland hat seit 2-3 Jahren ausschließlich „Potemkin’sche Erfolge“ (ich nen die jetzt mal so): Es werden irgendwelche unwichtige Dörfer mit… Mehr »

trackback

[…] Der russische Krieg gegen die Ukraine wird immer mehr zum Drohnen-Krieg. Drohnen überwachen bereits die Niemandsländer zwischen den Fronten, was dazu führt, dass sich die Fronten verfestigen. Russische Drohnen zerstören ukrainische Städte, ukrainische Drohnen zerstören russische Infrastruktur. […]

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